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Drogengeld aus dem Automaten

Landgericht Hanau verurteilt Automatensprenger zu viereinhalb Jahren Haft

04 Dez 2018 / 20:38 Uhr

Hanau (nic). Am Ende, sagt André K. (Name geändert), sei er beinahe schon froh darüber, dass er geschnappt wurde. „Ein Jahr länger, und ich hätte mich so heruntergewirtschaftet, wer weiß, wie das ausgegangen wäre“, so der 33-Jährige und meint seinen Drogenkonsum. Doch nicht allein die gesundheitlichen Konsequenzen von Kokain, Amphetaminen und Alkohol spielen hierbei eine Rolle, sondern auch die strafrechtlichen. Und so ist es auch jene Drogensucht, genaugenommen die Finanzierung derselben, die ihn letztendlich hierher, in Saal 215 des Hanauer Landgerichts gebracht hat. Auf die Anklagebank. Weil er mehrere Zigarettenautomaten aufgesprengt hat, verurteilte die Kammer unter dem Vorsitz von Richter Dr. Peter Graßmück André K. gestern zu einer Freiheitsstrafe von insgesamt viereinhalb Jahren.

In der Zeit zwischen Dezember 2016 und Januar 2017 hat der Gründauer an mehreren Orten im Main-Kinzig- sowie im Wetteraukreis mit einer selbstgebauten Rohrbombe Zigarettenautomaten aufgesprengt, um sich auf diese Weise Mittel zur Finanzierung seiner Drogensucht zu beschaffen.

Mehr dazu in der GNZ vom 5. Dezember.

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