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Kampf gegen Fluglärm geht weiter

Fast täglich beschweren sich Bürger beim Kreis

12 Sep 2018 / 15:38 Uhr
Main-Kinzig-Kreis (re). Fast täglich gehen im Landratsamt per E-Mail Meldungen über störenden Fluglärm ein. Aus Sicht des Main-Kinzig-Kreises ist die Balance zwischen der wirtschaftlichen Bedeutung des Frankfurter Flughafens und dem Schutzbedürfnis der hier lebenden Menschen „nachhaltig gestört“. Es fehlten sowohl die Sanktionen bei Verstößen gegen aktuelle Regelungen, und die technischen und strategischen Möglichkeiten zur Entlastung würden nicht ausgeschöpft.

Vor diesem Hintergrund hatte die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler das Thema erneut in den Kreistag gebracht und grundlegende Entscheidungen herbeigeführt. So hat sich der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung den Einschätzungen und Forderungen der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Fluglärmkommissionen (ADF) zur Evaluierung des Fluglärmschutzgesetzes angeschlossen. Ferner wurde der Kreisausschuss beauftragt, Vertretern von Bundesregierung und Bundestag den dringenden gesetzlichen Reformbedarf mit dem Ziel zu vermitteln, den Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm zu verbessern und auf entsprechende gesetzliche Änderungen zu drängen.

„Was hier noch sehr abstrakt klingt, ist am Ende ein verlässlicher und tragfähiger Weg, um spürbare Verbesserungen zu erzielen“, sagt Simmler. Es sei zudem höchste Zeit, die Bundes- und Landespolitik in die Pflicht zu nehmen und die Bereitschaft zu überprüfen, endlich wirksame Gesetze und Bestimmungen zu verabschieden und diese am Ende auch durchzusetzen. Wie der Kreistag mit großer Mehrheit festgestellt hat, braucht es neben Vorschlägen zur konkreten Verbesserung der Lärmschutzsituation rund um Frankfurt übergeordnete gesetzliche Rahmenbedingungen, die verhindern, dass das Argument der wirtschaftlichen Konkurrenz zu anderen bundesdeutschen Flughäfen mögliche Entlastungen im Bereich des Schallschutzes aussticht.

Mehr dazu lesen Sie am Donnerstag, 13. September, in der GNZ.

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