SUCHE

Mit breiter Brust verhandeln

Kreistag: Kontroverse Debatte zur Kreisfreiheit Hanaus

31 Aug 2018 / 17:42 Uhr

Main-Kinzig-Kreis (pfz). Seit 2005 spielt die Stadt Hanau mit dem Gedanken, dem Main-Kinzig-Kreis Lebewohl zu sagen. Vor zwölf Tagen entschieden die Stadtverordneten, die Kreisfreiheit für den 1. April 2021 anzustreben (die GNZ berichtete). Heute hat sich der Kreistag mit dem Thema beschäftigt und kontrovers diskutiert. Vor allem der ehemalige Vize-Landrat Günter Frenz (CDU) ließ aufhorchen: „Gehen Sie diesen Weg nicht mit, der Main-Kinzig-Kreis sollte ein klares ‚Nein‘ zur Hanauer Kreisfreiheit sagen.“

Auch Landrat Thorsten Stolz wäre es lieber, dass die Brüder-Grimm-Stadt dem Main-Kinzig-Kreis erhalten bliebe. Hanau habe aber einen anderen Weg eingeschlagen, was es einerseits zu akzeptieren gelte. Andererseits müsse Hanau auch wissen: „Die Kreisfreiheit wird ein deutlicher Schnitt, Rosinenpickerei wird es nicht geben“, machte der Landrat deutlich. Die bislang vom Kreis bekleideten Aufgaben müsse die Stadt dann eigenverantwortlich übernehmen. Vom Land Hessen, das schlussendlich auch das Gesetz zur Ausgliederung verabschieden muss, erwartet Stolz eine „tragende Rolle“.

Sollte Hanau ab 2021 tatsächlich kreisfreie Stadt sein, so werde der Main-Kinzig-Kreis daran nicht kranken, meinte Stolz. Die positive Entwicklung der Gewerbesteuern und der Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze gebe ihm recht. Und: Obwohl in Hanau nur rund 23 Prozent der Bevölkerung des Kreises lebe, fließen laut Stolz ganze 40 Prozent der Sozialabgaben des Kommunalen Centers für Arbeit in die Brüder-Grimm-Stadt. „Wir gehen mit breiter Brust in die Verhandlungen“, fasste Stolz zusammen.

Mehr dazu lesen Sie am Samstag, 1. September, in der GNZ.

Weitere Meldungen aus der Region
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4

Schlagwörter: