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Mit Zivilcourage gegen Drogen

Wer Hinweise geben will oder Hilfe sucht, findet Ansprechpartner

31 Aug 2018 / 21:13 Uhr

Main-Kinzig-Kreis (erd). Die Drogenproblematik ebbt nicht ab. Im Gegenteil: Rauschmittel sind allgegenwärtig und inzwischen fast überall zu bekommen. Das sorgt Eltern in gleichem Maße wie die Polizei. Die GNZ-Redaktion sprach mit Stephanie Padberg, der Geschäftsführerin der regionalen Geschäftsstelle „Netzwerk gegen Gewalt“ im Polizeipräsidium Süd-
osthessen.

GNZ: Frau Padberg, laut Kriminalstatistik hat die Zahl der Drogendelikte im vergangenen Jahr zugenommen. Was tut die Polizei, um den Drogenhandel und den Drogenmissbrauch zu bekämpfen?

Padberg: Die Polizei ist in vielfältiger Weise aufgestellt, um dem Drogenmissbrauch zu begegnen. Zum einen durch verstärkte Polizeipräsenz und -kontrollen sowie in der Kriminalitätsbekämpfung durch die Fachkommissariate bei der Kriminalpolizei, die für den Main-Kinzig-Kreis in Hanau und Gelnhausen angesiedelt sind. Zum anderen befasst sich die Stabsstelle Prävention im Polizeipräsidium Südosthessen im Rahmen der Gewaltprävention mit der Thematik.

Von Fahndungserfolgen hört man im Bereich der Drogenkriminalität eher selten. Woran liegt das?

Das bedeutet nicht, dass die Polizei untätig ist. Im Gegenteil: Es sind in der Regel fortlaufende Ermittlungen. Da wäre es ungünstig, wenn Informationen an die Öffentlichkeit dringen könnten, welche die Ermittlungen gefährden würden. Die kleinen Dealer, die ihre eigene Sucht mit dem Verkauf von Drogen finanzieren, gehen den Beamten immer wieder ins Netz, stehen aber nicht unmittelbar im Fokus der Ermittler. Ziel der Kriminalbeamten ist es, auch an die Hintermänner im Drogenhandel heranzukommen, was deutlich schwieriger ist. Die Arbeit der Drogenfahnder spielt sich oft im Verborgenen ab, weshalb Ermittlungserfolge nur in ausgewählten Fällen veröffentlicht werden können. Die Polizei ist vorrangig an Brennpunkten aktiv. Brennpunkte findet man oftmals an Bahnhöfen und leider auch im Umfeld von Schulen.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 1. September.

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