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Partner mit Motorsäge zersägt

Prozess um grausige Bluttat in Steinau eröffnet

07 Dez 2018 / 17:16 Uhr

Im Verhandlungssaal 215 des Hanauer Landgerichts drängen sich die Medienvertreter. Sie wollen die Angeklagte beim Betreten des Gerichtssaals fotografieren. Doch als es eine halbe Stunde später soweit ist, hält sich Tanja B., die sich die blondierten Haare zu einem Zopf gebunden hat und eine dunkle Sportjacke trägt, einen aufgeklappten Aktenordner vors Gesicht, bis das Blitzlichtgewitter vorüber ist.

Der Vorsitzende Richter Dr. Peter Graßmück klärt mit Rechtsanwalt Dr. Hans-Wolfgang Schnupfhagn, dass seine Mandantin erst in der nächsten Sitzung am Freitag, 21. Dezember, aussagen wird. Dann übergibt er das Wort an Oberstaatsanwalt Dominik Mies. Dieser trägt mit knappen Worten die Anklageschrift vor. Die Angeklagte habe „einen Menschen getötet, ohne Mörder zu sein“. Sie habe ohne ersichtlichen Grund 31-mal auf ihren Lebensgefährten eingestochen, um ihn zu töten. Dafür habe sie ein Küchenmesser mit einer 19 Zentimeter langen Klinge verwendet.

Bei der Obduktion seien Stiche in den Hals, in den Nacken sowie in den vorderen und hinteren Rumpf festgestellt worden. Die Angeklagte habe dabei das Kehlkopfskelett und die Halsschlagader des Opfers durchtrennt. Der 47-Jährige sei verblutet, habe auch Blut eingeatmet und sei in der Wohnung gestorben. Dort habe die Frau die Leiche mit zwei Elektromotorsägen in sechs Teile zerlegt und in Müllsäcke gepackt, „um die Tat zu vertuschen, was ihr jedoch nicht gelang“, führt Mies aus.

Mehr dazu lesen Sie am Samstag, 8. Dezember, in der GNZ.

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