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Sensationsfund ist wieder zuhause

Beigaben des 2016 entdeckten bronzezeitlichen Grabs in Neuberg sind im Rathaus eingegangen

28 Mrz 2018 / 15:54 Uhr
Neuberg (re). Es war eine Sensation: 2016 ist bei archäologischen Untersuchungen im Neuberger Baugebiet Limes III ein rund 3 000 Jahre altes Grab aus der Bronzezeit entdeckt worden. Nach dem Keramiken und Beigaben saniert wurden, sind Teile des Fundes jetzt befinden sich Teile des Funds im Rathaus. Um den Schatz auszustellen, muss die Gemeinde zunächst noch geeignete Vitrinen anschaffen.

Eigentlich galten die archäologischen Untersuchungen 2016 vor der geplanten Erweiterung des Baugebiet Limes III in Neuberg den möglichen Spuren des obergermanischen Grenzwalls, der hier zu römischer Zeit verlief. In der Nähe wurden auch bereits ein entsprechender Stein-Wachturm und zwei ältere Türme aus Holz gefunden. Grund für das Landesamt für Denkmalpflege, eine Untersuchung in der Pufferzone des Limes anzuordnen.

Völlig überraschend waren die Archäologen dabei auf ein rund 3000 Jahre altes Grab der Bronzezeit gestoßen. In einer aus Steinen gebildeten Kammer hatten die Experten die Überreste eines Skeletts, Bronzeschmuck, ein Messer und Keramikgefäße freigelegt und geborgen. Bei der Präsentation des Funds erläuterte Kreisarchäologe Claus Bergmann 2016, dass die hier bestattete Person zu Lebzeiten bedeutend und einflussreich gewesen sein muss. Der Grund: Die wertvollen Beigaben wie Ring und Gewandnadel. Dazu war die Körperbestattung selbst ein ungewöhnlicher Vorgang. Die meisten Toten wurden in der Bronzezeit verbrannt. Nachdem die Stücke geborgen und ordnungsgemäß verwahrt waren, konnten ein Teil der Funde dank der finanziellen Unterstützung durch den Denkmalbeirat des Main-Kinzig-Kreises und der Main-Kinzig-Gasversorgung GmbH restauriert werden.

Jetzt ist der archäologische Schatz zurück in Neuberg. Bürgermeisterin Iris Schröder nahm die restaurierten Keramiken und Grabbeigaben im Beisein von Kreisarchäologe Bergmann entgegen. Dabei berichteten die Restauratorinnen Karina Länger und Nathalie Cordel, die mit schier unglaublicher Geduld, aber auch großem Fachwissen, viele Teile wieder in einen vorzeigbaren Zustand gebracht haben, von ihrer Arbeit. Schröder und Bergmann zeigten sich beeindruckt, von der „Handarbeitskunst“.

Nun werden die Teile sicher und fachgerecht im Rathaus verwahrt, bis sie dann in entsprechenden Ausstellungsvitrinen der Öffentlichkeit präsentiert werden können. Aber dafür muss erst noch das Geld „eingeworben“ werden.

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