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Vom Leben und Überleben in der Diktatur

Rumäniendeutscher Exildichter Horst Samson liest in Neuberg

03 Mai 2017 / 18:47 Uhr
Neuberg (re). Nach 24 Jahren hat der in Neuberg lebende Dichter, Liedermacher und Journalist Horst Samson nun zum zweiten Mal bei einer Lesung in seiner Wahlheimat vom Leben und Überleben in der rumänischen Diktatur berichtet. Dabei zeigte sich das Publikum in der Senioren-Dependance tief beeindruckt von Gedichten und Berichten des Exilanten. Eingeladen hatte das Neuberger Bücherschrankteam.

Nach der Veröffentlichung seiner kritischen Schrift „Brief an die Macht“ erhielt der Dichter, Liedermacher und Journalist Horst Samson als Sprecher der rumäniendeutschen Schriftstellergruppe, darunter auch Nobelpreisträgerin Herta Müller, 1985 ein Veröffentlichungsverbot in Rumänien. 1986 wurde er mit dem Tode bedroht. Im März 1987 emigrierte Samson in die Bundesrepublik. Nach Zwischenstationen in Nürnberg, Rastatt, Heidelberg, Leonberg und Hanau ließ er sich 1993 mit seiner Familie in Neuberg nieder. Eine erste Lesung in seiner Wahlheimat fand 1993 im Bürgerhaus statt. Nach nunmehr 24 Jahren gab es eine Neuauflage in der Senioren-Dependance.

Dabei berichtete der Autor aus seinem bewegten Leben. Gedichte aus dem Band „La Victoire“ von 2003 schildern exemplarisch das Leben und Überleben in der rumänischen Diktatur.

Mehr in der GNZ vom 4. Mai.

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