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„Die Synagoge wird nicht angezündet“

80 Jahre nach der Reichskristallnacht: Novemberpogrom in Hüttengesäß

09 Nov 2018 / 17:16 Uhr
Ronneburg-Hüttengesäß (re). Eigentlich lebten die Juden in Hüttengesäß als teil der Dorfgemeinschaft. Bis zum 9. November 1938. In dieser Nacht, die als „Reichskristallnacht“ in das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte einging, änderte sich nicht nur für die Hüttengesäßer Juden alles. dabei hatte ihre systematische Ausgrenzung bereits vorher begonnen, wie Heimatforscher Reiner Erdt berichtet.

Es schien ein angenehmer Herbst zu sein, der November 1938 war der wärmste November seit vielen Jahren. Am 7. November war eine spektakuläre Mondfinsternis, das hat vielleicht für allerhand Gesprächsstoff geführt. Hüttengesäß, das überschaubare Dorf mit seinen 1160 Einwohnern, war an und für sich ein friedliches hessisches Dorf mit regem Vereinsleben und guter sozialer Struktur. Zwei Gesangvereine, zwei Turnvereine etwa beruhen auf der örtlich auffälligen Arbeits- und Bauernstruktur. In dieser Zeit gingen immer mehr Menschen zur Arbeit oder zur Berufsausbildung nach Hanau. Landwirtschaft wurde dann oft noch nebenher betrieben.

Mehr in der GNZ vom 10. November.

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