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Ronneburger fühlen sich abgehängt

Kreisverkehrsgesellschaft stellt neue Fahrpläne in Altwiedermus vor

25 Jul 2018 / 18:22 Uhr
Ronneburg (mab). Heftige Debatte über die neuen Busfahrpläne: Bei einer Informationsveransveranstaltung in Altwiedermus haben Vertreter der Kreisverkehrsgesellschaft und des neuen Linienbetreibers Viabus das Gespräch mit Ronneburger Bürgern gesucht. Seit Bekanntwerden der neuen Fahrpläne reist die Kritik aus der Kommune, vor allem an den gestrichenen Wochenend-Verbindungen, nicht ab. KVG-Vorsitzende Sonja Landschreiber stellte Verbesserungen in Aussicht, ohne allerdings konkret zu werden. Viabus-Geschäftsführer Heiko Schütte bat indes um Geduld und betonte, die Gründe für die ebenfalls oft bemängelten Verspätungen analysieren zu wollen.

Mehr als 50 Menschen waren ins Dorfgemeinschaftshaus Türmchen gekommen. Viele zeigten sicch über die veränderten Fahrpläne und den neuen Betreiber verärgert. Demgegenüber betonte KVG-Geschäftsführerin Sonja Landschreiber, dass die Gesellschaft einen unabhängigen Dienstleister mit der Überprüfung des Betriebsstarts nach dem Fahrplanwechsel beauftragt hatte. Der habe die Situation insgesamt als zufriedenstellend bewertet.

Dazu erläuterte sie die Hintergründe der Neukonzeption der Linien MKK 54, 56 und 57. „Die Änderungen sind Bestandteil des vom Kreistag beschlossenen Nahverkehrsplans für 2013 bis 2018.“ Der Zeitpunkt des Betriebsstarts am 24. Juni sei nicht frei wählbar gewesen, da die betreffenden Linienbündel mit den neuen Regionalbuslinien des Rhein-Main-Verkehrsverbunds verflochten seien. „In dieses Planungsverfahren sind alle Kommunen des Kreises eingebunden gewesen“, meinte Landschreiber und erntete prompt Widerspruch von Bürgermeister Andreas Hoffmann. „Es ist richtig, dass wir 2013 im Nahverkehrsplan eine Stärkung der ländlichen Regionen und eine deutliche Verbesserung für Ronneburger Pendler verankert haben. Den tatsächlichen Fahrplan haben wir aber erst gesehen, als die schmerzhaften Eingriffe schon drinstanden. Unterm Strich hat sich die Situation für Ronneburger Bürger deutlich verschlechtert.“

Mehr in der GNZ vom 26. Juli.

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