Gründau: Theater-Ensemble Rothenbergen feiert Premiere mit turbulenter Irrenhaus-Komödie
:format(webp)/cloudfront-eu-central-1.images.arcpublishing.com/madsack/2DA5RMXCCJH33JXA5U5HQIMSVI.jpg)
Das Theater-Ensemble Rothenbergen (Spielszene von links mit Sascha Buchwald, Rebekka Okon, Walter Sell, Elvira Forschner, Michael Joh, Karina Knauf und Jonas Nickel) begeisterte das Publikum bei der Premiere von Pension Schöller.
© Quelle: Harald Schricker
Gründau-Rothenbergen. „Pension Schöller“ ist eine Komödie in drei Akten von Wilhelm Jacoby und Carl Laufs in einer Bearbeitung von Stefan Wolf. Bereits 1987 hatte das Theater-Ensemble Rothenbergen dieses Stück auf dem Spielplan, das dritte in der Vereinsgeschichte, hat es aber für diese Aufführung völlig neu arrangiert. Carina Zinkhan und Axel Gerhardt zeichnen sich für die drei verschiedenen Bühnenbilder verantwortlich, das von Tobias Lendla, Thorsten Sell, Steffen Zinkhan und Gerd Gabel umgesetzt wurde.
Dieses Jahr fand ein Umbau bei offenem Vorhang statt, was aber beim Publikum sehr gut ankam. Die Regie lag in den Händen von Sabine Sell, die die Darsteller auch als Souffleuse begleitete. Sabine Ridder war für das Make Up verantwortlich, Walter Sell, Axel Gerhardt und Thorsten Sell kümmerten sich um die Technik. Mit Charlotte Roth, Jonas Nickel und Gerd Gabel standen gleich drei Neulinge zum ersten Mal auf der Bühne des Theater- Ensembles. Vorsitzende Carina Zinkahn zeigte sich erfreut über ihre Leistung.
Ein Rentner auf Abwegen: Darum geht es in „Pension Schöller“
Der unternehmenslustige Rentner Philipp Klapproth möchte gerne in Frankfurt etwas Ungewöhnliches erleben. Er möchte einmal eine Heilanstalt für Geisteskranke besuchen, um bei seinem Stammtisch so richtig angeben zu können. Leider ist es recht schwierig, Zutritt zu solch einer Anstalt zu bekommen. Aber schließlich gibt es ja den Neffen Alfred, der sollte das Unternehmen schon möglich machen.
Als Alfred von dem ausgefallenen Wunsch seines Onkels erfährt, ist er jedoch ziemlich ratlos. Da der Onkel ihm aber einen Kredit für seine Bemühungen in Aussicht stellt, steht Alfred unter Zugzwang. Da hat sein Freund Kißling die rettende Idee. Onkel Klapproth soll einfach zum Gesellschaftsabend in die Pension Schöller mitgehen, da die Personen, die dort wohnen, fast durchgängig „verschroben und merkwürdig sind“.
Philipp Klapproth geht also mit in die Pension Schöller in der Annahme, es handele sich um eine Heilanstalt für Geisteskranke und sieht folglich durch die Brille des Vorurteils. Denn wie schwer ist es doch meistens im gewöhnlichen Leben, zu unterscheiden, wer verrückt ist und wer nicht. So wird der Abend auch ein voller Erfolg. Onkel Klapproth lernt viele nette, reizende „Irre“ kennen und kann zufrieden nach Hause fahren. Schwierigkeiten ergeben sich erst, als seine neuen Freunde aus der Pension Schöller ihn alle dort besuchen kommen.
Die Darsteller
Walter Sell: Philipp Klapproth – Rentner
Elvira Forschner: Ulrike Sprosser – Witwe, seine Schwester
Rebekka Okon: Ida – Ulrikes Tochter
Karina Knauf: Franziska – Ulrikes Tochter
Michael Joh: Alfred Klapproth – Klapproths Neffe
Axel Gerhardt: Ernst Kissling – Maler, Alfreds Freund
Sascha Buchwald: Fritz Bernhardy – Abenteurer
Marta Kalkowski: Josephine Krüger – Schriftstellerin
Philipp Dietz: Schöller – Pensionsbesitzer
Simone Gruhn: Amalie Pfeiffer – seine Schwägerin
Charlotte Roth: Friederike – ihre Tochter
Constantin Fuse: Eugen Rümpel – Schöllers Neffe
Sören Müller: Gröber – Major a.D.
Jonas Nickel: Jean – Kellner
Gerd Gabel: Butler im Hause Schöller
Weitere Informationen zum Stück und zum Ensemble gibt es hier: https://theaterrothenbergen.wordpress.com/.
GNZ