1992

“Main-Kinzig-Bote” flächendeckend
21 Teilausgaben, 200.000 Auflage

13 Jul 2016 / 08:44 Uhr

    Die Kehrseite: Der Betrieb in Altenmittlau platzt aus allen Nähten. Die Arbeitsstättenrichtlinien sind nicht mehr erfüllt. Im Klartext: Zu viele Mitarbeiter arbeiten auf zu wenig Raum. Die Gewerbeaufsicht verpflichtet Geschäftsführer Naumann, binnen zwei Jahren größere Räumlichkeiten vorzuweisen.

    Erste Idee ist es, die beiden bestehenden Hallen zu überbauen. Doch auch das würde nicht genügend Platz bringen.

    Ehrhard Naumann, der gerne in Freigericht bleiben würde, geht einen Schritt weiter: Mit Heraeus führt er erfolgreiche Verhandlungen, alle Gebäude im Altenmittlauer Industriegebiet zu übernehmen. Der Modus ist bereits abgestimmt. Doch die Freigerichter Gemeindevertreter lehnen das Vorhaben ab. Sie wollen nicht, dass das Areal zum reinen Gewerbe-, sondern zu einem Mischgebiet wird. Das wiederum ist für das Druckhaus, das Tag und Nacht produzieren muss, undenkbar.

    Nachdem auch ein möglicher neuer Standort am Ortsausgang von Altenmittlau Richtung Horbach ausscheidet, ist Ende des Jahres klar: Das Druck- und Pressehaus wird Freigericht verlassen müssen.