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Fahrraddiebe in Langenselbold unterwegs

Polizei rät zur Vorsicht

03 Mai 2019 / 17:28 Uhr
Langenselbold (re). Vor einem Fahrraddieb, der am 1. Mai in Langenselbold unterwegs war, warnt aktuell die Polizei im Main-Kinzig-Kreis. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass der Täter auch weiterhin in der Gründaustadt oder benachbarten Gemeinden unterwegs ist.

Bereits vor drei Wochen seien von einem Privatgrundstück im Fichtenweg gleich drei Räder geklaut worden. Am 1. Mai hatten zwei 22 und 23 Jahre alte Männer ihre Räder in der Straße „Auf der Sieb“ an einen Baum angeschlossen. Dies habe den etwa 52 Jahre alten, als relativ dick beschriebenen Täter nicht davon abgehaltenen, die Schlösser zu knacken. Als er die Velos in einen weißen Transporter einladen wollte, sei einer der Besitzer hinzugekommen und habe den Dieb zur Rede gestellt. Dieser habe die Räder wieder ausgeladen und sei weggefallen. Auffallend sei gewesen, dass der Täter mit dem Transporter einer Langenselbolder Firma unterwegs war. Ob der Diebstahlsversuch und der Vorfall im Fichtenweg miteinander in Verbindung stehen, stehe noch nicht fest. Hierzu dauern die Ermittlungen noch an.

er Unbekannte vom 1. Mai, der mit einem osteuropäischen Akzent sprach, wird auf 1,70 bis 1,78 Meter geschätzt, hat graue Haare mit Geheimratsecken und auffallend dicke Hände. Er trug an dem Tag ein blauweißes Hemd und eine blaue Jeanshose. Hinweise bitte an die Polizeistation Hanau II unter der Rufnummer 06181 90100.

„Keine Chance für Diebe“ - so lautet das Motto der Polizei, wenn es um die Sicherung von Fahrrädern geht. Gerade auf teure E-Bikes hätten es die Täter mehr und mehr abgesehen. Waren es in

2018 im gesamten Main-Kinzig-Kreis insgesamt 21 Fälle, wurden alleine in diesem Jahr schon 12 Diebstähle registriert. „Wir haben festgestellt, dass ein Großteil der geklauten Räder in Richtung Osteuropa verschoben wird“, berichtet Kriminalhauptkommissar Thomas Gaschitz von der Führungsgruppe der Hanauer Polizeidirektion. „Wenn unsere Kollegen einen Kleintransporter stoppen, der vollgestopft mit Rädern ist, kontrollieren wir, ob diese eventuell gestohlen sind. Allerdings müssen die eigentlichen Besitzer hierzu eine Anzeige bei der Polizei erstattet haben, sonst wird der Nachweis schwierig. Im Zweifel müssen wir den Sprinter-Fahrer mit seiner Ladung ziehen lassen.“ Ein ganz wesentlicher Faktor beim Schutz vor Diebstahl sei das richtig Fahrradschloss. „Wer bereit ist, mehrere tausend Euro für ein E-Bike auszugeben, sollte dann nicht an einem hochwertigen Schloss sparen“, rät Gaschitz. Manch ein Versicherer verlange von seinem Kunden, dass er ein solches Rad mit einem hochwertigen Schloss sichert und das selbst im Haus. Bewährt habe sich auch die sogenannte „FEIN-Codierung“, bei der Räder mit einer Kombination von Buchstaben und Zahlen individuell gekennzeichnet werden. Ein solches Rad könne ein Dieb nur schwer wieder zu Geld machen, da die Kennzeichnung in den Rahmen eingraviert wird und nur sehr schwer zu entfernen ist.

Termine für solche Aktionen werden regelmäßig von der Polizei oder dem ADFC Hessen veröffentlicht. So bietet der ADFC Mühlheim am kommenden Samstag, 4. Mai, eine entsprechende Aktion zwischen 9.30 und 13 Uhr vor dem Fahrrad-Center Lämmerspiel in der Obertshäuser Straße an. Wie man sich wirksam vor Raddieben schützen kann, findet man zudem auf der Internetseite www.polizei-beratung.de.

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