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150 000 Euro Einnahmen fehlen

Großes Loch in der Vereinskasse der „Freunde der Ronneburg“

03 Apr 2020 / 16:26 Uhr
Ronneburg (kno). Das Ronneburger Hügelland wäre ohne die imposante Silhouette des gleichnamigen mittelalterlichen Bauwerks hoch oben auf dem Berg nicht denkbar. Im Rahmen zahlreicher Veranstaltungen erweckt der äußerst rührige Verein „Freunde der Ronneburg“ mehrmals im Jahr die Burg zum Leben – hier wird Geschichte lebendig und fasziniert. In Zeiten von Corona ist es still auf der Burg und um die Burg herum. Das stellt den Verein vor große Herausforderungen.

Die Burg aus dem 13. Jahrhundert ist eine der wenigen im Originalzustand erhaltenen Höhenburgen. Besonders sehenswert sind der 96 Meter tiefe Brunnen mit seinem Tretrad, der 32 Meter hohe Bergfried und die historische Burgküche. Mit Veranstaltungen wie dem historischen Ostermarkt, der Walpurgisnach, Ritterturnieren oder dem historischen Weihnachtsmarkt werden aufwändige und kostenintensive Renovierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen bezahlt.

Aufgrund der Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und den Bundesländern angesichts der Corona-Pandemie wurde das Burgmuseum bis mindestens 19. April geschlossen. Zudem wurden der historische Ostermarkt, die Walpurgisnacht am 30. April und der Maimarkt von 1. bis 3. Mai abgesagt. Das Ritterturnier am Pfingstwochenende ist vorerst nicht betroffen. Die Veranstalter hoffen, dass sich die Lage bis dahin entspannt hat. Bislang fallen alleine durch die Absagen der Großveranstaltungen etwa 12.000 Besucher beim Ostermarkt sowie etwa 8.000 Gäste der Walpurgisnacht und des Maimarktes weg. Zudem kann der Verein wegen der Schließung des Burgmuseums auch in diesem Bereich keine Einnahmen verzeichnen – für März und April wären dies nach Erfahrungen aus den vergangenen Jahren rund 8.000 Besucher gewesen.

„Aktuell kommen keine Schulklassen und auch keine Gruppen“, bedauert Burgverwalter Wolfgang Grün die leider notwendige Schließung im Gespräch mit der GNZ. „Wir haben normalerweise auch viele Hochzeiten. Etwa 60 bis 70 Paare lassen sich jedes Jahr bei uns trauen. Vorerst ist es bis zum 19. April verboten, Museen zu öffnen. Bislang belaufen sich unsere Verluste für März und April alleine durch den Wegfall der Veranstaltungen auf gut 150.000 Euro Eintrittsgelder. Wir hoffen sehr auf die zweite Jahreshälfte, wenn wieder Normalität eingekehrt ist.“

Mehr dazu lesen Sie am Samstag, 4. April, in der GNZ.

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