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16-Jährigem sein Handy abgerippt

Trio aus Erlensee und Neuberg wegen schweren Raubes vor dem Hanauer Landgericht

22 Sep 2020 / 16:27 Uhr
    Main-Kinzig-Kreis (nic). Der Bus, der quasi fast bis vor seine Haustür fährt, kommt viel später und nur deshalb nimmt Jan F. (alle Namen geändert) an diesem Abend einen anderen. Eine schicksalhafte Entscheidung, wie sich kurz darauf zeigen sollte, denn als er endlich zu Hause ankommt, hat der 16-Jährige eine aufgeplatzte Lippe, eine Vielzahl von Prellungen im Gesicht und am Oberkörper, kein Handy mehr – und ist um eine Erfahrung reicher, auf die er gut und gerne hätte verzichten können: ein hilfloses Opfer von Gewalt zu sein. Drei junge Männer aus Erlensee und Neuberg stehen deshalb nun vor dem Hanauer Landgericht.

    Die Anklageschrift wirft Volkan L., Farid K. und Ömer K. vor, den 16-Jährigen am Abend des 7. März auf dem Gelände der Heinrich-Böll-Schule in Bruchköbel von hinten angegriffen, ihm den Hals zugedrückt und ihm dann sein Handy nebst Kopfhörern und Ladecase abgenommen zu haben. Weil sich ihr Opfer zunächst weigerte, den Entsperrcode für sein Telefon preiszugeben, sollen sie ihm mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben, ihn an Wade und Oberschenkel zudem mit einem Teleskopschlagstock traktiert und schließlich genötigt haben, Jacke und Pullover auszuziehen, um jene ungehindert nach Wertsachen durchsuchen zu können.

    Mehr: GNZ vom 23. September

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