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Bascha Mika deckt die „Speisetafel“

Jahresempfang zwischen Stadtentwicklung und Demokratie

04 Nov 2019 / 17:21 Uhr
Hanau (jus). „Im Moment ist in Hanau das Glas dreiviertel voll“, sagte Oberbürgermeister Claus Kaminsky beim Jahresempfang der Stadt Hanau am Sonntag. Kurz vor dem Eintritt in ein neues Jahrzehnt sieht der Rathauschef die Stadt auf einem guten Weg. Dass es für ein gelingendes Miteinander aber auch auf Vielfalt und Toleranz ankomme, verdeutlichte Gastrednerin Bascha Mika in ihrem Vortrag unter dem Titel „Demokratie kann man nicht essen – von einem Lebensmittel der besonderen Art“.

Die Chefredakteurin der „Frankfurter Rundschau“ und Honorarprofessorin für Medienethik an der Universität der Künste in Berlin erklärte in schmackhaften Bildern, was die Grundlagen eines gelungenen Rezepts sind, damit diese als wertvolles Lebensmittel auch allen schmeckt. Denn nicht nur das, was man verspeisen könne, sei wichtig, auch die geistige Nahrung spielt aus Sicht der Journalistin eine wichtige Rolle. Mit Blick auf eine gut gedeckte Tafel verglich sie die Demokratie mit verschiedenen Speisen und erklärte mit Blick auf die Zubereitung die Zusammenhänge.

Mit Blick auf eigene Erfahrungen, wie sie für ihre Meinung angefeindet werde, stellte Bascha Mika dabei die Frage: „Wollen wir wirklich so miteinander umgehen?“ Wenn es in der Auseinandersetzung nicht mehr um die Sache gehe, sondern darum, andere auszugrenzen und die jeweilige Person moralisch zu vernichten, sei dies eine mehr als fragwürdige Entwicklung. „Wir brauchen Regeln für die öffentliche Kommunikation“, forderte Mika. Andernfalls schneide man sich Scheibchen für Scheibchen die Achtung und den Respekt ab.

Mehr dazu lesen Sie am Dienstag, 5. November, in der GNZ.

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