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Das System Sylvia D.

Sohn der Angeklagten sagt im Hanauer Sektenprozess aus

13 Jan 2020 / 19:12 Uhr
Hanau (mab). Kontrollen, Verhöre, Bestrafungen – was Manuel D. über seine Kindheit im Haus seiner Eltern berichtet, klingt wie die Beschreibung einer totalitären Diktatur. Der heute 41-Jährige hat gestern im Mordprozess gegen die mutmaßliche Hanauer Sektenführerin Sylvia D. als erster der beiden leiblichen Söhne der Angeklagten ausgesagt. Die 72-Jährige steht seit Oktober vor dem Hanauer Landgericht, weil sie im Sommer 1988 einen vierjährigen Jungen in ihrem Haus in einem Sack erstickt haben soll.

Das System Sylvia D. ist einfach – ganz oben steht sie, dann kommt ihr Mann, alle anderen stehen ganz weit unten. So zumindest erinnert sich der leibliche Sohn der Angeklagten in seiner Einlassung vor dem Hanauer Landgericht an die Kindheit, die er im Haus seiner Eltern verbracht hat. An ein normales Familienleben war nicht zu denken.

Mehr: GNZ vom 14. Januar.

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