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Klassik trifft Rock und Pop

Neue Philharmonie Frankfurt: Erste Auflage des Riverside Classic Festivals im Amphitheater

27. Juni 2022 / 15:23 Uhr
Hanau (jus). Sommerliche Temperaturen, ein schönes Ambiente und Musikgenuss vom Feinsten: Beim Riverside Classic Festival will die Neue Philharmonie Frankfurt mit vier abwechslungsreichen Konzerten im Hanauer Amphitheater das kleine und große Publikum begeistern. Die Konzertreihe soll dabei kein einmaliges Erlebnis sein, sondern als wiederkehrendes Festival ein echtes Ausrufezeichen im Veranstaltungskalender der Brüder-Grimm-Stadt werden.

Wenn Jens Troester zum ersten Mal an einen neuen Ort kommt, gilt sein erster Gedanke immer einer ganz bestimmten Frage, wie der Chefdirigent und künstlerische Leiter der Neuen Philharmonie Frankfurt verrät: „Könnte hier ein Synfonieorchester spielen?“ Als er zum ersten Mal im Hanauer Amphitheater war, war die Antwort auf diese Frage schnell gefunden: Ja. „Das Amphitheater eignet sich perfekt“, stellt Troester fest. Eine Einschätzung, die das Orchester im vergangenen Jahr schon erfolgreich bestätigt hat, etwa mit dem Konzert unter der Überschrift „Hanau sagt Danke“ oder dem Stummfilm-Konzert. „Wir sind sehr glücklich, dass das dieses Jahr eine Fortsetzung findet und hoffentlich eine feste Tradition begründet“, hofft der Dirigent.

Davon, dass dies gelingt, ist der Hanauer Oberbürgermeister Claus Kaminsky fest überzeugt: „Hiermit wird nicht weniger als ein neues Klassik-Festival in Hanau gegründet“, so Kaminsky. Dies sei kein Komma oder Semikolon, sondern ein richtiges Ausrufezeichen im Veranstaltungskalender der Stadt. Und auch Dirk Eisermann vom Veranstalter Shooter Promotions freut sich auf die neue Reihe im Amphitheater. „Musik ist etwas tolles“, findet er. Und grade Live-Musik sei einfach ein besonderes Erlebnis, das sich mit nichts vergleichen lässt – egal ob es um Klassik oder ein anderes Musikgenre geht. Die vergangenen zwei Jahre mit den Einschränkungen der Pandemie haben dabei ihre Spuren in der Veranstaltungsbranche hinterlassen. Trotzdem sei der Veranstalter auch in dieser Zeit zuversichtlich gewesen und habe in den vergangenen zwei Jahren 42 Konzerte in Hanau durchgeführt.

Und auch in diesem Jahr soll das Publikum beim Hanauer Konzertsommer wieder in den Genuss von guter Live-Musik kommen. Eisermann, der neben seiner Funktion als Veranstalter auch Geschäftsführer der Neuen Philharmonie Frankfurt ist, betont das gute Miteinander zwischen Veranstalter, Philharmonie und Stadt Hanau. Gerade Veranstaltungen mit großen Sinfonieorchestern seien ohne Unterstützung nicht möglich. Für die Umsetzung des Riverside Classic Festivals erhalte man entsprechende Zuschüsse im Rahmen des Programmes Neustart Kultur der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, wie Eisermann berichtet. Auch er freut sich auf eine erlebnisreiche Festival-Premiere. Als eines der führenden Crossover-Orchester ist die Neue Philharmonie vor allem für ihre Vielfältigkeit bekannt. Dies spiegelt sich auch im Programm wieder.

Los geht es mit dem ersten Konzert am 19. August. Unter dem Titel „Symphonic Rock in Concert Vol.2“ warten hier Große Rock-Songs von Deep Purple, Pink Floyd oder Guns ’n Roses in sinfonischem Gewand auf die Besucher. Das zweite Konzert am 20. August widmet sich dann bekannten Musical-Meldodien. Bei „Best of Broadway“ warten treffen Lieder aus Anatevka, Evita oder der Schönen und das Biest aufeinander und sorgen dafür, dass so mancher Ohrwurm vorprogrammiert ist. Freunde des klassischen Sinfonie-Konzerts kommen bei der dritten Veranstaltung auf ihre Kosten: Am 24. August heißt es „Viva la musica!“ im Amphitheater. Neben Stücken von Mozart und Felix Mendelssohn-Bartholdy steht hier auch das „Concierto de Aranjuez“ von Joaquín Rodrigo auf dem Programm, bei dem Solist José Fernández Bardesio das Publikum mit seinem Können an der Gitarre verzaubern wird.

Den Abschluss des ersten Riverside Classic Festivals bildet dann das Familienkonzert „Max und Moritz“ mit der Kleinen Oper Bad Homburg am 13. September, bei dem vor allem die jungen Zuschauer auf ihre Kosten kommen sollen. Jetzt hoffen alle, auf viele Zuschauer bei den vier Veranstaltungen. Etwas, das nach zwei Jahren Pandemie gar keine Selbstverständlichkeit ist, wie Eisermann weiß: „Wir müssen unser Publikum ein Stück weit auch wieder gewinnen“, stellt er fest. Das künstlerische Programm spielt dabei eine wichtige Rolle. Aber auch der Rahmen soll stimmen. Aus diesem Grund gibt es die Möglichkeit, neben der reinen Eintrittskarte für die Konzerte auch ein VIP-Ticket zu buchen, das mit Parkplatz, Sektempfang, sowie Getränken und Leckereien den Besuch noch einmal abrunden könnte. Die Zurückhaltung in Bezug auf Veranstaltungen in Corona-Zeiten kann er verstehen, trotzdem ist er mit Blick auf den Sommer zuversichtlich: „Wenn nicht im Amphitheater, Open-Air, wo sonst?“

Auch Oberbürgermeister Kaminsky hält es für wichtig, sich grade in betrüblichen Zeiten mit Veranstaltungen wie dem Riverside Classic Festival auch einmal etwas Schönes zu gönnen. Er ist überzeugt: „Solche Veranstaltungen sollte es auf Rezept geben.“

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