SUCHE

Konflikt spiegelt sich in Kleidern

Spende der Wolfgang Arnim Nagel-Stiftung für Maria Stuart Kostüme

01 Aug 2019 / 17:35 Uhr
Hanau (re). Gefängniswärter, der Hofstaat und vor allem die Königinnen beeindrucken das Publikum dieses Jahr mit detailverliebten Kostümen auf der Bühne des Amphitheaters. Das Ensemble des Klassikers „Maria Stuart“, der diese Spielzeit im Rahmen der Reihe „Grimm’sche Zeitgenossen“ bei den Brüder Grimm Festspielen gezeigt wird, versetzt die Zuschauer in den zeitgemäßen Roben direkt zurück nach England des 16. Jahrhunderts.

Diese gelungene Zeitreise ist neben dem unermüdlichen Einsatz von Festspiel-Urgestein Ulla Röhrs und ihrem Team in der Schneiderei auch der Wolfgang Arnim Nagel-Stiftung zu verdanken. Diese hatte es mit einer großzügigen Spende möglich gemacht, dass die Schneiderinnen unzählige Stunden und schier endlose Meter Stoff in die Kostüme stecken konnten. Für Röhrs waren es vor allem die Königinnenkleider, die besonderer Aufmerksamkeit bedurft haben. „Das sind große Kleider, die verlangen schon an sich viel Stoff“, erklärt sie. Dazu würden noch die Unterbauten für jedes Gewand kommen, damit diese auch richtig sitzen: „Das ist viel Arbeit und beansprucht viele Stunden.“ Ein besonderes Beispiel ist nach ihren Worten das Jagdkostüm von Königin Elizabeth, dessen Samt noch einmal zusätzlich komplett von einer Schneiderin mit der Maschine bestickt worden ist. „Das ist zwar ein großer Aufwand, der sich am Ende aber immer lohnt“, meint Röhrs. Die Spende der Nagel-Stiftung sei bei der Kostümproduktion von Maria Stuart an der richtigen Stelle eingesetzt. „Wir sind sehr dankbar für die Großzügigkeit der Stiftung. Es ist immer so schade, wenn man eine Vorstellung bei Kostümen hat und diese dann nicht umsetzen oder verflachen muss, weil die Mittel fehlen“, bedankt sich Röhrs und fügt hinzu: „Die Nagel-Stiftung hat es uns ermöglicht, den Weg zu Ende zu gehen und nicht mittendrin umkehren zu müssen.“

Mehr: GNZ vom 2. August

Weitere Meldungen aus der Region
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4

Schlagwörter: