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Letzte Worte und letzte Chancen

Prozess gegen mutmaßliche Taxiräuber: Staatsanwaltschaft fordert Haftstrafen

07 Jul 2020 / 16:27 Uhr
Hanau (nic). Seine beiden Mitangeklagten geben sich eher wortkarg oder gar völlig schweigsam. Aus Khalid D. (alle Namen geändert) aber sprudelt es nur so heraus, als die Vorsitzende Richterin Coretta Oberländer ihm das letzte Wort erteilt, das einem Angeklagten im Strafprozess zusteht. Er spricht von einer schwierigen Kindheit, von einer unfreiwilligen Rolle als schwarzes Schaf der Familie, von aufrichtigem Bereuen und wendet sich direkt an die Richter: „Was ich brauche, ist eine letzte Chance.“

Ob die Kammer ihm jene gewährt, wird sich erst heute zeigen, am Montag waren zunächst die Plädoyers im Prozess gegen die mutmaßlichen Taxiräuber Baschar S., Kemal P. und Khalid D. gehalten worden. Die Staatsanwaltschaft fordert zwischen zwei- und dreieinhalb Jahre Haft für die drei Angeklagten.

Das Trio soll in wechselnder Beteiligung zwischen Dezember 2019 und Januar 2020 vier Taxifahrer in der Region überfallen, beraubt und dabei zum Teil erheblich verletzt haben. Zwei ihrer Opfer sehen sich nach der Tat nicht mehr in der Lage, ihren Beruf auszuüben, vor allem der Angriff auf den 71-Jährigen, der zum letzten Opfer der gemeinschaftlichen Raubzüge wurde, war von extremer Brutalität geprägt.

Mehr: GNZ vom 8. Juli.

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