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Mord auf Schönecker Pferdehof

Zäher Prozessauftakt: Anwälte beantragen zahlreiche Unterbrechungen

29 Aug 2019 / 16:48 Uhr

Schöneck (tmb). Ein 23-jähriger Rumäne steht seit Donnerstag in Hanau wegen Mordes vor Gericht. Er hat zugegeben, seine Chefin – die Besitzerin eines Pferdehofs in Schöneck – im vergangenen September stranguliert zu haben. Nach dem Mord band er die Tote mit dem Mordwerkzeug an das Treppengeländer in ihrem Hausflur, ließ sie liegen und ging wieder seiner Arbeit auf dem Pferdehof nach, als sei nichts geschehen.

Der Prozessauftakt gestaltete sich als zäh, was vor allem an der Taktik der beiden Verteidiger lag. Sie kündigten an, dass sich ihr Mandant zu den Vorwürfen äußern wolle und wahrscheinlich sein bei der Polizei abgelegtes Geständnis bestätigen werde – allerdings erst am Termin in der kommenden Woche.

Der Angeklagte hat in der polizeilichen Vernehmung erklärt, dass er seine Chefin am 10 September 2018 mit einem Seil erwürgt hatte. Grund seien Streitigkeiten wegen seines Lohnes gewesen. Der Stallknecht war zum 15. September gekündigt worden und fühlte sich von seiner Arbeitgeberin hintergangen. Deswegen habe er an diesem Tag beschlossen, sie umzubringen. Obwohl die Frau um ihr Leben flehte und ihm sogar weit mehr als das geforderte Geld bat – er ließ sich von ihr sogar noch 2500 Euro zeigen, die sie im Haus hatte – setzte er sein Vorhaben in die Tat um. Das Geld ließ er zurück.

Mehr: GNZ vom 30. August.

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