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Mord oder Rufmord?

Plädoyers im Hanauer Kindesmordprozess: Einschätzungen liegen weit auseinander

16 Sep 2020 / 22:28 Uhr

Hanau (nic). Das letzte Wort gebührt der Angeklagten, und es ist viel, was Sylvia D. zu sagen hat. Über 26 Verhandlungstage hinweg hat sie geschwiegen, doch nun sprudeln die Worte nur so aus ihr heraus, ihre Stimme überschlägt sich beinahe. Sichtbar aufgewühlt spricht sie von „Zerrbildern“ und „Habgiermethoden“, von „niederträchtigen Lügen“ und einem „verbrecherischen Komplizenkomplott“, dessen Opfer sie selbst ist. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft jedoch ist gerade nicht Sylvia D. das Opfer, sondern ein vierjähriges Kind, das am 17. August 1988 in ihrer Obhut starb. Oberstaatsanwalt Dominik Mies fordert deshalb eine lebenslange Haftstrafe, während die Verteidigung der heute 73-Jährigen auf Freispruch plädiert.

Mehr: GNZ vom 17. September.

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