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Rentner ohne Rudel

Polarwolf Scott ist der letzte der „Fantastic Three“ in der Alten Fasanerie

28 Dez 2018 / 12:20 Uhr
Hanau. Sie waren mal zu dritt, elf Jahre lang. „The Fantastic Three“, Ayla, Scott und Khan. Drei schneeweiße Polarwölfe, jeder für sich eine imposante Erscheinung, zusammen ein ganz und gar außergewöhnliches Gespann: mit der Flasche aufgezogen und auf Menschen sozialisiert. Doch so wenig das dem Leben ihrer wilden Artgenossen entsprechen mag, so tief verankert ist in einem Wolf das Bedürfnis, zu einer Familie zu gehören, Teil eines Rudels zu sein. Scott, einst Leittier in diesem besonderen Familienverbund, ist jedoch nun gänzlich unfreiwillig ein einsamer Wolf im sprichwörtlichen Sinn. Nach dem Tod von Bruder und Schwester ist nur noch er übrig von jenem Rudel, das so viele Besucher des Klein-Auheimer Wildparks fasziniert hat. Dass Scott trotzdem noch immer hier ist, ist ein kleines Wunder, an das vor einem Jahr niemand geglaubt hätte.

Ich glaube manchmal, er wurde einfach vergessen“, sagt Marion Ebel auf den Weg zu Scott. Dass der Wolf sich mit seiner ungewollten Einsamkeit so gut arrangieren würde, hat auch die Wildparkbiologin nicht für möglich gehalten.

Mehr: GNZ vom 29. Dezember.

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