SUCHE

Schwierige Wahrheitsfindung

Vergewaltigungsprozess am Hanauer Landgericht fortgesetzt

11 Mrz 2020 / 20:15 Uhr
Hanau (nic). Es sind einige Ungereimtheiten, Widersprüche und offene Fragen, die im Verlauf der Hauptverhandlung gegen Carsten B. (alle Namen geändert) am Hanauer Landgericht bisher zutage traten, und so steht die fünfte große Strafkammer unter dem Vorsitz von Landgerichtsvizepräsident Dr. Mirko Schulte vor einer schwierigen Urteilsfindung. Bis es so weit ist, werden zwar womöglich doch noch weitere Zeugen vernommen, dem gestern vorgestellten Gutachten dürfte bei der Entscheidung dennoch große Bedeutung zukommen, geht es darin doch um die Einschätzung der Glaubwürdigkeit der Opferzeugin.

Am 18. Dezember 2017 soll der Angeklagte Carsten B. seine Bekannte Simone F. in deren Hanauer Wohnung vergewaltigt haben, was er bestreitet. Die heute 53-Jährige hatte ausgesagt, dass er brutal über sie hergefallen und ihrer mehrfachen Aufforderung, von ihr abzulassen, nicht nachgekommen sei. Die Verletzungen Simone F.s hatten eine stationäre Behandlung notwendig gemacht.

Am mittlerweile fünften Prozesstag fand nun das sogenannte aussagepsychologische Gutachten Eingang in die Verhandlung. Die Frage, die Gutachterin Sonja Parr darin zu klären hatte, war eine entscheidende, die danach nämlich, wie glaubwürdig die Aussagen der Opferzeugin einzuschätzen sind.

Mehr: GNZ vom 12. März.

Weitere Meldungen aus der Region
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4

Schlagwörter: