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Autofahrer außer Rand und Band

Wilde Fahrmanöver am Kalten Markt: 27-Jähriger muss zahlen

12 Sep 2019 / 17:23 Uhr

Schlüchtern (ls). Ein Schreckensszenario am Kalten Markt 2017 in Schlüchtern: Die Stadt ist voller Menschen, und ein Autofahrer mit einer hochmotorisierten Limousine dreht durch, rast durch die Straßen und provoziert höchst gefährliche Situationen. „Es hätte Tote geben können“, bilanzierte die Vertreterin der Staatsanwaltschaft Hanau jetzt vor dem Amtsgericht Gelnhausen, wo sich der 27-jährige Fahrer verantworten musste.

Der berufs- und arbeitslose Mann aus Großostheim im Landkreis Aschaffenburg leugnet zunächst, ringt sich dann aber überraschend zu einem Geständnis durch. Er wird wegen vorsätzlichen Eingriffs und Gefährdung des Straßenverkehrs zu einer Geldstrafe von 1440 Euro (180 Tagessätze zu jeweils 8 Euro) verurteilt. Außerdem bekommt er eine weitere dreimonatige Sperre für die Wiedererlangung der Fahrerlaubnis auferlegt. Diese wurde ihm schon vor rund eineinhalb Jahren entzogen.

Es war am Kalte-Markt-Sonntag gegen Abend. Tausende Menschen pilgerten über das Marktgeschehen. Viele freuten sich auf das bevorstehende prächtige Feuerwerk, als gegen 19 Uhr ein erster Notruf bei der Polizeistation Schlüchtern einging. Ein Mercedes-Personenwagen rase durch die Stadt. In den nächsten Minuten folgten weitere Telefonate, in denen der auffällige Wagen vom Typ CLK an verschiedenen Stellen beschrieben wurde.

So raste die hochmotorisierte 306-PS-Karosse durch die Gartenstraße – und zwar auf der entgegengesetzten Fahrspur. Dort kam dem Fahrer ein mit zwei Frauen besetzter Pkw entgegen. Der Lenker hielt mit dem Mercedes frontal auf den anderen Wagen zu, um „Angst bei den Frauen zu schüren“, wie die Anklagebehörde feststellte. Erst im letzten Moment zog er wieder auf seine Fahrspur zurück, sodass außer einem großen Schrecken nichts passierte.

Der nächste Zwischenfall passierte auf der Umgehungsstraße von Herolz kommend in Richtung Kinzigbrücke. Passanten mussten zur Seite springen, um nicht erfasst zu werden. Anschließend gab der Fahrer Gas, um mit quietschenden Reifen die Flucht aus Schlüchtern heraus in Richtung Autobahn zu ergreifen.

Mehr dazu lesen Sie am Freitag, 13. September, in der GNZ.

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