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Den Märchen droht ein albtraumhaftes Ende

Museum Brüder Grimm-Haus Steinau soll geschlossen werden / Demonstration geplant

09 Jul 2020 / 16:13 Uhr
Steinau (re/mln). Die finanzielle Situation in Steinau ist seit langem angespannt. Darunter leiden vor allem die kulturellen Einrichtungen der Brüder-Grimm-Stadt – allen voran die beiden städtischen Museen. Nun sollen das Museum Brüder Grimm-Haus mit einem Beschluss des Magistrats in der kommenden Woche geschlossen werden. Dagegen setzen sich Museumsleiter Burkhard Kling und Claudia Dorn, Leiterin des Verkehrsbüros, zur Wehr. Mit einer Demonstration wollen sie nun auf die prekäre Lage aufmerksam machen. Ihre Befürchtung: Die Schließung der Museen könnte massive finanzielle und kulturelle Einbrüche für Steinau nach sich ziehen.

„Seit Jahren wird mit geringsten Mitteln hervorragende Museumsarbeit geleistet. Die Stadtverordnetenversammlung hat für den Haushalt 2020 jetzt noch weitergehende Sparmaßnahmen beschlossen. Die Mittel für das Kassen- und das Aufsichtspersonal wurden um 50 Prozent gekürzt. Dies bedeutet, dass der Museumsbetrieb nun, nach der Hälfte des Jahres, mitten in der Saison, eingestellt werden muss“, machen Burkhard Kling und Claudia Dorn in einer gemeinsamen Pressemitteilung deutlich.

Zusätzlich zu den Konsequenzen für das Personal bedeute dies, dass „einer der kulturellen Leuchttürme für den Main-Kinzig-Kreis und das Land Hessen nicht mehr für Gäste offensteht“. Der entsprechende Beschluss soll in der Magistratssitzung am kommenden Mittwoch, 15. Juli, fallen. „Der Kürzungsbeschluss beinhaltet negative Auswirkungen für Steinau: Die städtischen Einnahmen aus dem Verkauf von Eintrittskarten und Verkaufswaren im Museum brechen weg“, mahnen Kling und Dorn.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ am Freitag, 10. Juli

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