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„Antigone“ in Schlüchtern: Hofnarrtheater brilliert mit mythischem Stoff

11 Jul 2016 / 16:51 Uhr
Schlüchtern (bak). Mit ihrer Inszenierung der Tragödie „Antigone“ entführten die Mimen des Hofnarr-Theaters im Schlüchterner KuKi-Zelt in die Welt der griechischen Mythologie. Im beinahe ganz in Schwarz-Weiß getauchten sparsamen Bühnenbild entspann sich die Geschichte der Antigone, die das eigene Gewissen über das Gesetz stellt und die für ihr Tun kompromisslos gar dem Tod ins Auge blickt.

Saxophonistin Julia Ballin unterstützte das starke Spiel der Hofnarr-Mimen mit eigens entwickelten melodischen Themen für jede der handelnden Personen. Entstanden ist ein sehenswertes Gesamtkunstwerk mit Alleinstellungscharakter.

Die Gäste der gut besuchten Premiere spendeten begeisterten Beifall. Am Sonntag, 17. Juli sowie am Freitag, 22. Juli besteht die Chance, weitere Aufführungen jeweils um 20 Uhr anzusehen.

Romana Falk zeigte eine starke Leistung als Antigone, fesselte den Blick des Publikums selbst im nonverbalen Spiel im Schneidersitz auf einem Stuhl sitzend allein durch ihre charaktervolle Bühnenpräsenz. „Ich wusste sehr genau, dass du mich töten lassen musst“, erklärt Antigone unumwunden und hoch erhobenen Hauptes. Sie habe ihren Bruder zumindest symbolisch beerdigen müssen, um dessen Seelenfrieden willen, obwohl Herrscher Kreon (Rudolf Falk) genau dies bei Todesstrafe verboten hatte.

Mehr: GNZ vom 12. Juli

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