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Freibad soll nun doch im Juli öffnen

Demo mit 300 Teilnehmern in Steinau hat Erfolg

24 Jun 2020 / 17:34 Uhr
Steinau (sim). Nachdem zunächst alles nach einem Sommer ohne Badespaß ausgesehen hatte, hat eine große Demonstration für die Öffnung des Steinauer Schwimmbads am Dienstagabend mit mehr als 300 Teilnehmern unmittelbar Früchte getragen. Mehrheitlich stimmten die Stadtverordneten in ihrer anschließenden Sitzung am Dienstagabend gegen den Magistratsbeschluss und dafür, das Freibad am Mittwoch, 15. Juli, nun doch zu eröffnen.

Die Demonstranten am Freibad, die lautstark „Schwimmbad auf! Schwimmbad auf!“ skandierten, waren bis in die benachbarte Halle am Steines zu hören, in der sich die Stadtverordneten zu einer Sitzung trafen. Auch vor der Halle hatten sich Akteure getroffen. Apotheker Philipp Merz hatte die Protestaktion organisiert. Seit Jahren schon unterstützt er die Steinauer Grundschule in der Finanzierung von Schwimmkursen.

Als Vorsitzende des Kinder- und Jugendbeirats erklärte Pia Hardwiger, das Freibad bedeute für die Kinder und Jugendlichen Freiheit. Dort hätten sie die Möglichkeit, Freunde zu treffen. Gerade jetzt biete das Schwimmbad unvergleichlich positive Gefühle, wo aufgrund der Corona-Pandemie doch negative Emotionen die Oberhand zu gewinnen drohten.

SPD und UBL brachten das Thema in der Sitzung auf die Tagesordnung. Mit großer Mehrheit (22 Ja-, zwei Nein-Stimmen, drei Enthaltungen) beauftragten die Stadtverordneten den Magistrat, ein Infektions- und Zugangskonzept zu erarbeiten, damit das Freibad Mitte Juli öffnen könne. Zudem solle der Eintritt um zwei Prozent erhöht werden, um die Folgen der Mehrwertsteuersenkung auszugleichen. Beteiligt werden soll, so lautet der Antrag der beiden Fraktionen, auch die Bürgerschaft, die bereits ihre Unterstützung zugesagt hatte. So soll laut Tim Schätzke (UBL) ein Schwimmbad-Verein gegründet werden. Dafür muss die Verwaltung nun Gas geben.

Mehr dazu lesen Sie am Donnerstag, 25. Juni, in der GNZ.

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