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Großbrand an Steinauer Wohnhaus

Feuer greift von Gartenhütte über und verursacht Rund 400 000 Euro Schaden / 75 Einsatzkräfte vor Ort

16. Mai 2022 / 11:05 Uhr
Steinau (usd). In der Nacht von gestern auf heute hat es in einem Steinauer Wohngebiet, nur wenige Meter von der Landstraße Innenstadt Richtung Marjoß entfernt, einen Großbrand gegeben. Dabei brannte zunächst eine Gartenhütte. Von dieser Griff das Feuer außen auf das angrenzende Wohnhaus und hier speziell den Dachstuhl über.

Trotz eines Großeinsatzes der Feuerwehr wurde das Anwesen teilweise erheblich beschädigt. Die Polizei ging in einer ersten Schätzung von einem Sachschaden in Höhe von rund 400 000 Euro aus. Verletzt wurde niemand. Auch die beiden Bewohner, ein Ehepaar im Alter von 75 beziehungsweise 73 Jahren, konnten unversehrt das Haus verlassen.

Sie waren von Nachbarn auf das Brandgeschehen aufmerksam gemacht worden. Eigentlich wollten sie gerade ins Bett gehen. Beim Öffnen der Tür des Bades im rückwärtigen Bereich sah der Hausherr dann, wie stark das Feuer bereits auf das Gebäude übergegriffen hatte. Das Fenster war zerborsten. Mit dem Feuerlöscher aus dem Keller konnte er nichts mehr ausrichten. Er schnappte sich nach eigenen Angaben noch schnell eine Geldtasche und den Autoschlüssel und verließ in Begleitung eines Feuerwehrmannes, der in der Nachbarschaft wohnt, sicher mit seiner Frau das Haus. Das Auto fuhr er unbeschadet aus dem Hof, damit die Rettungskräfte bessere Zugangsmöglichkeiten hatten. Um 23.28 Uhr wurden die Freiwilligen Feuerwehren aus Steinau-Innenstadt sowie den Stadtteilen Marborn, Hintersteinau und Bellings zu dem Brandort in der Straße „An den Küppelgärten“ alarmiert, zudem aus Wächtersbach der Abrollbehälter Atemschutz, die Drehleiter aus Bad Soden-Salmünster, das Deutsche Rote Kreuz mit Rettungswagen und Bereitschaft sowie die Polizei. Insgesamt waren 75 Kräfte vor Ort. Das Einsatzstichwort war „Menschenleben in Gefahr“, was sich glücklicherweise nicht bestätigte.

Sofort startete der Außenangriff auf die Gartenhütte und Wohnhaus. Auch innen wurde ein Trupp eingesetzt. Gegen Mitternacht war das Feuer unter Kontrolle. Gegen 1 Uhr wurde „Feuer aus“ gemeldet und die aufwändigen Nachlöscharbeiten begannen.

Das Haus ist zunächst unbewohnbar. Das Ehepaar kam bei Verwandten in der Nachbarschaft unter. Laut Polizei war die Brandentstehung in der Gartenhütte, die Brandursache zunächst unklar. Daniel Schlegel war sehr zufrieden mit dem Verlauf des Einsatzes. Niemand sei verletzt worden, das Löschwasser schonend und mit Netzmittel eingesetzt worden, um den Schaden nicht noch weiter zu vergrößern.

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