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Jacob-da Rosa und Zimmermann in Stichwahl

Bürgermeisterwahl in Steinau: Zwei Kandidaten setzen sich deutlich ab

01 Nov 2020 / 23:21 Uhr
Steinau (hgs/sim). Mit knapp vier Prozentpunkten vor dem zweitplatzierten Christian Zimmermann liegt der Sieger des ersten Wahlgangs in Steinau, Timo Jacob-da Rosa, zwar eindeutig auf Rang eins. Allerdings ist dieser Vorsprung bei Weitem nicht so klar, dass die Stichwahl quasi nur noch Formsache wäre. Ganz im Gegenteil.

Es gibt speziell bei Direktwahlen, in denen die Bürger mit ihrer Stimme über Sieg und Niederlagen von Kandidaten direkt entscheiden, vielerlei Beispiele, dass nach der Auszählung der Stimmzettel in einer Stichwahl am Ende die anfangs Zweitplatzierten die Nase vorn hatten. Insofern werden nach dem ersten Urnengang nun auch in Steinau die Karten neu gemischt. Klar ist nur, dass der künftige Bürgermeister der Grimmstadt am 15. November gewählt wird.

Nicht völlig unerwartet hat der SPD-Kandidat Jacob-da Rosa gestern im sozialdemokratisch geprägten Stadtteil Hintersteinau sein bestes Ergebnis erzielt: Mit 49,11 Prozent lag er dort knapp unter einer absoluten Mehrheit. Den zweitbesten Wert heimste er mit 34,41 Prozent in Seidenroth ein. Auch in den beiden Stimmbezirken, in denen die Briefwähler eingeteilt sind, lag der Sozialdemokrat mit jeweils rund 27 Prozent Stimmenanteil relativ deutlich vorn. Eine weitere SPD-Hochburg ist Marjoß, wo der 31-Jährige rund 23,2 Prozent „einfuhr“.

Sein „Stimmental“ verzeichnet Jacob-da Rosa in Sarrod, wo er nur 4,2 Prozent Zustimmung erhielt. Dies ist jedoch nicht weiter verwunderlich, denn in diesem kleinen Stadtteil ist der Drittplatzierte zu Hause, Sebastian Schneider. Und dieser erreichte dort auch sein bestes Ergebnis: 56,64 Prozent. Analog dazu hat auch der Sarroder ein „Stimmental“ zu verschmerzen: in Marjoß. Dort kam Schneider nur auf 4,35 Prozent.

Der zweite Stichwahlteilnehmer Christian Zimmermann (50) hat in diesem ersten Wahlgang kein ganz so tiefes Tal vorzuweisen, denn sein niedrigster Prozentwert in der Wählergunst beträgt immerhin noch knapp 17 Prozent. Weil dieser aber für einen recht großen Stadtteil von Steinau gilt, in Ulmbach, schlägt dieser vergleichsweise geringe Stimmenanteil recht stark auf Zimmermanns Gesamtergebnis durch.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 2. November.

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