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Notwehr-Version gerät stark ins Wanken

Zerstückelungsprozess: Angriff im Schlaf laut Gerichtsmedizin wahrscheinlicher

22 Jan 2019 / 21:51 Uhr

Steinau/Hanau (dk). Die Variante vom Tathergang, die die Angeklagte Tanja B. vor dem Hanauer Landgericht geschildert hatte, ist am gestrigen Prozesstag stark ins Wanken geraten. Es gibt offensichtlich erhebliche Zweifel, dass sie ihren Lebensgefährten in Steinau in Notwehr erstochen hatte, ehe sie ihn zerlegte.

Wäre das Landgericht ein Lichtspielhaus, so wäre für den gestrigen Prozesstag die Altersfreigabe allenfalls ab 18 Jahren erfolgt. Vermutlich wären die Bilder aber gänzlich der Zensur zum Opfer gefallen. Da sich das Gericht allerdings nicht mit Fiktion, sondern der mitunter brutalen Realität auseinandersetzt, war der gestrige Nachmittag nichts für schwache Nerven und unruhige Mägen. Bild für Bild erläuterte die Gerichtsmedizinerin im Detail, welches abgetrennte, halb verweste Leichenteil des Opfers dort zu sehen ist – und wie die dort erkennbaren Verletzungen zustande gekommen sein können.

Zum Glück war die Schulklasse nur am Vormittag zu Gast, um im Besucherraum hinter der Glasscheibe den Prozess zu verfolgen. Die schaurigen Fotos verdeutlichen drastisch, was die Angeklagte Tanja B. „da eigentlich geleistet hat“ – wie es die Medizinerin formulierte.

Mehr dazu in der GNZ vom 23. Januar.

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