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Stieftochter nackt im Badezimmer gefilmt

58-jähriger Steinau soll sich Mädchen auch sexuell genähert haben / Opfer traumatisiert

20 Apr 2021 / 19:02 Uhr
Steinau/Hanau (ls). Mit einem Teilgeständnis startete am Montag vor der 2. Großen Strafkammer des Landgerichts Hanau unter Vorsitz von Richterin Dr. Katharina Jost ein Prozess wegen Kindesmissbrauchs. Wegen insgesamt 38 Anklagepunkten muss sich ein 58-Jähriger aus Steinau verantworten.

Allein in 33 Fällen geht es um geheim angefertigte Nacktaufnahmen speziell von seiner Stieftochter, die der Angeklagte umfassend einräumte. Dazu hatte sich der Angestellte eine perfide Masche ausgedacht. Nach und nach baute der handwerklich versierte Mann zunächst in den Rahmen eines Spiegels und in eine Wanduhr im Zimmer des jungen Mädchens Mini-Kameras ein, die mittels Bewegungsmelder Filmsequenzen anfertigten. Später manipulierte er in dieser Richtung auch noch ein Radio im Badezimmer.

Regelmäßig las er dann die Chips aus und lud die Bilder auf seinen Computer herunter. Vor dem Abspeichern traf er eine Vorauswahl. Ihn interessierten nur Bilder von dem zur Tatzeit von Februar 2015 bis Oktober 2018 elf- bis 14-jährigen Kind. Bilder von ihm selbst im Bad, seiner Frau allein und dem Bruder des Mädchens löschte er. Bei der Archivierung ging der Angeklagte, der selber keine Kinder hat, mit besonderer Akribie vor: Jeder Film bekam eine Text- und fortlaufende Zahlenbezeichnung zugeordnet.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 21. April.