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Verwirrter Mann sorgt für SEK-Einsatz

Spezialkräfte der Polizei zur Festnahme herbeigerufen

08 Jan 2019 / 16:18 Uhr

Schlüchtern (tim). Ein offenbar verwirrter Mann sorgte am Dienstag für einen Großeinsatz der Polizei. Der 59-Jährige griff zuerst Schlüchterner Hilfspolizisten mit einer Schere an, ehe er sich in einem Obdachlosen-Container verschanzte. Erst ein Spezialeinsatzkommando aus Frankfurt konnte die Situation entschärfen.

Der Tat, bei der niemand verletzt wurde, ging wohl ein Streit um die Verlegung eines weiteren Obdachlosen voraus.

Gegen 10 Uhr am Morgen waren Mitarbeiter des Schlüchterner Ordnungsamtes an den Obdachlosen-Containern. Der 59-Jährige soll die Hilfspolizisten mit einer Schere angegriffen haben, woraufhin diese Hilfe von der Polizeistation Schlüchtern anforderten. Wie Zeugen berichten, sei der wohl verwirrte Mann derweil rund um die Container Auf der Landwehr/Am Reitstück mit der Schere in der Hand unterwegs gewesen.

Als die Polizisten aus Schlüchtern eintrafen, hatte sich der Mann bereits im Wohncontainer verschanzt. Mehrfach wurde er aufgefordert, die Schere wegzulegen und den Container zu verlassen. Doch nichts dergleichen geschah.

So wurden weitere Polizisten angefordert. Zur Mittagszeit waren es etwa 30, die versuchten, den Verwirrten aus dem Container zu locken: “Komm’ doch raus. Lass uns eine Zigarette rauchen.” Doch auch gutes Zureden half anscheinend nicht. “Die Situation stagniert”, war zu hören.

Als nächstes wurde ein Spezialeinsatzkommando (SEK) aus Frankfurt angefordert. Und um 14.15 Uhr traf es auch ein. Mit schweren Schutzpanzern näherten sich die Beamten dem Container, dessen Tür zwischenzeitlich von den Polizisten geöffnet wurde. Das wiederum schien dem Verwirrten nicht zu gefallen. Trotz des vor der Tür stehenden SEKs ging der 59-Jährige nach vorne – und schloss die Tür.

Es dauerte einige Zeit, bis die Spezialkräfte sich Zutritt verschafften. Und zu fünft im Container verschwanden, während andere vor der Tür warteten. Gegen 15 Uhr konnte der Mann überwältigt und von der Polizei in eine psychiatrische Einrichtung gebracht werden.

Mittlerweile hatte das DRK einen Versorgungsstand für die nunmehr etwa 50 Einsatzkräfte errichtet. Die Beamten wurden während des Einsatzes von Mitarbeitern einer ansässigen Firma mit Kaffee versorgt. Das war durchaus gern gesehen – nach fünf Stunden in Wind, Nieselregen und kühlen Temperaturen.

Der 59-Jährige muss nach ersten Einschätzungen der anwesenden Polizisten wohl mindestens mit Anzeigen wegen Bedrohung und versuchter schwerer Körperverletzung rechnen.

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