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Vom Mut, politische Risiken einzugehen

Bürgermeister Matthias Möller über Wachstum, Werbung und schlaflose Nächte

08 Nov 2019 / 17:42 Uhr
Schlüchtern (pfz). Seit drei Jahren ist Matthias Möller Bürgermeister von Schlüchtern. 2016 wurde er zum Nachfolger des langjährigen Rathauschefs Falko Fritzsch gewählt. In der ersten Hälfte seiner Amtszeit hat der 38-Jährige eine Aufbruchstimmung in der Bergwinkelstadt erzeugt. Sein größter Coup: der Ankauf und die Entwicklung des Langer-Areals in der Innenstadt. Das Gelände des ehemaligen Traditionskaufhauses soll mit einem Kultur- und Begegnungszentrum sowie Wohnen und Handel wieder zu einem Frequenzbringer werden. Im nächsten Jahr beginnt der Abriss.

Es war kein einfacher Start ins Amt für Matthias Möller (parteilos): hohe Kassenkredite, ein defizitärer Haushalt – und die Nachricht, dass das Schlüchterner Handelsunternehmen „Vomberg“ nach Flieden abwandern will. Das war vier Tage nach der gewonnenen Wahl, es hätte der erste Rückschlag für den neuen Bürgermeister sein können. „Aber wir haben gekämpft wie die Löwen. Die Stadtverwaltung hat mit einer sehr professionellen Leistung den Standort so beworben, dass ‚Vomberg’ nicht nur geblieben ist, sondern sich auf einer größeren Fläche erweitert, somit können die mehr als 200 Arbeitsplätze in Schlüchtern gehalten werden“, berichtet Möller im Gespräch mit der GNZ.

Der 38-Jährige versteht es, Werbung für seine Bergwinkelstadt zu machen. Er weiß, dass Stadtmarketing heute nicht mehr nur die klassische Anzeige ist, sondern eine Kombination aus den verschiedenen Medien, online und offline.

Mehr dazu in der GNZ vom 9. November.

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