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Neuer Wohnkomplex am Wilden Stein

Projektierer aus Bad Soden Salmünster plant
bis zu 36 Wohnungen anstelle des bisherigen Seniorenheims in Büdingen

22 Nov 2018 / 17:30 Uhr

Büdingen (jek). Ein Komplex aus vier Wohngebäuden könnte das DRK-Seniorenwohnheim am Wilden Stein ersetzen, nachdem die Einrichtung ins Tal der Büdinger Kernstadt umgezogen ist. Entsprechende Pläne stellte ein Planungsbüro gestern dem Büdinger Bau- und Planungsausschuss vor. Der steht dem Projekt prinzipiell positiv gegenüber.

Die Planer haben vier würfelförmige Wohngebäude für das Gelände geplant, die sich entlang der örtlichen Gegebenheiten „den Hang hinauf“ entwickeln sollen. Das bedeutet im Ergebnis, dass sich die Gebäude auf unterschiedlichen Höhenniveaus wiederfinden, insgesamt überbrückten diese nach den Angaben der Planer etwa 16 Meter. Insgesamt vier Vollgeschosse sollen entstehen, in diesen Wohnungen zwischen 50 und 188 Quadratmetern Wohnfläche, letztere in Form von Penthousewohnungen. Insgesamt soll die Wohnfläche rund 3.400 Quadratmeter betragen.

Ziel sei, unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen, darunter Singles, junge Familien, aber auch ältere Bewohner, die sich eine Wohnung wünschen, die bei körperlichen Gebrechen barrierefrei erreichbar sind. Sozialgeförderten Wohnraum wiederum haben die Planer des Büros Bensing und Partner aus Bad Soden Salmünster, nicht vorgesehen. Diese seien wirtschaftlich auch nicht darstellbar, im Blick auf den „vernünftigen Grundstückspreis“ und den Aufwand für den Abriss des Bestandsgebäudes, dessen Innenleben unter anderem noch von Altlasten wie Asbest geprägt sei.

Mit dem Vorhaben müssten die neuen Eigentümer der Immobilie das bisherige Gebäude abreißen. Das einstige Kinderheim fungiert seit 1969 als Seniorenwohnheim, der Zuschnitt der Räume entspreche jedoch nicht länger den Standards, wie der Betreiber, der Büdinger DRK-Kreisverband, schildert. Dies auch, weil das Darmstädter Regierungspräsidium darauf hingewirkt habe, dass die Bewohner künftig nur noch in Einzelzimmern erfolgen soll. Hierzu zieht die Einrichtung in einen Neubau südlich der Bahngleise.

Der Verkauf des bisherigen Gebäudes ist offenbar auch zur Finanzierung dieses Bauprojekts gedacht. „Es ist für das DRK nicht einfach. Wir sind gemeinnützig und gedeckelt von der Pflegekasse“, skizzierte die Geschäftsführerin des Büdinger DRK, Marion Grauel, gestern Abend, dass der Verein das Projekt ohne Geld aus dem Verkauf seiner bisherigen Immobilie am Wilden Stein, nicht ohne weiteres schultern könne.

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