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Technosause ja – nur wo?

Büdinger Stadtverordnete sprechen sich für Festival „Find Your Animal aus“ /
Nun soll der Magistrat soll einen geeigneten Standort finden

04 Okt 2018 / 13:19 Uhr

Büdingen (jek). Die Büdinger Stadtverordneten bemühen sich, das Technofestival „Find Your Animal“ in der Kommune zu halten. Allein der Ort für das nicht geräuscharme Geschehen bleibt offen.

Bereits vorvergangene Woche hatte der Büdinger Ortsbeirat signalisiert, dass er die Veranstaltung in Büdingen halten will. Nach Beschwerden zur jüngsten Auflage des Festivals durch Anwohner hatten sich sowohl die Büdinger Union als auch Büdingens Bürgermeister Erich Spamer dafür ausgesprochen, die Sause künftig auf dem Gelände des Freibades zu feiern. Auch der FWG-Fraktionsvize Thomas Appel zog diesen Standort vor. Bislang feierten Veranstalter und Besucher auf dem Schäferhundeplatz südlich der Bahngleise im Bereich „Unter der Seeme“.

Der Ortsbeirat hingegen ließ diesen Platz in seinem Beschluss außen vor – auch, weil das Ortsbeiratsmitglied Dieter Jentzsch (CDU) merkliche Bedenken gegen diese Stelle hatte und sich deswegen der Stimme enthielt.

Anstoß für die Debatte am Freitag war ein Antrag der Union, dem Veranstalter künftig zu ermöglichen, das Technofest auf dem Freibadgelände umzusetzen. Ein Vorschlag, vor dem die Grünen-Stadtverordnete Susanne Cott warnte: „Als langjährige Bewohnerin der Altstadt kann ich dazu nur sagen, dass wir mit dem Schwimmbadfest schon unseren Spaß hatten“, kommentierte sie, bereits diese Veranstaltung habe die Altstadtbewohner merklich belastet. Hinzu komme die Vielzahl an sonstigen Festen und privaten Feiern, die für eine Lärmbelastung sorgten. Der Schwimmbadplatz sei eine Stelle, an der Ärger vorprogrammiert sei.

SPD-Fraktionschef Manfred Scheid sprach sich für den bisherigen Veranstaltungsort aus, den jedoch die Union für ungeeignet hielt: Der Schäferhundeplatz habe nicht den Charakter eine „event location“, wie Unions-Fraktionschef Benjamin Harris zu bedenken gab.

Nachdem Erste Stadträtin Henrike Strauch erkennen ließ, dass auch der Magistrat bereits mit der Frage beschäftigt sei, brachte FWG-Fraktionsvize Thomas Appel als Kompromissantrag ein, dass der Magistrat bis Ende Oktober prüfen soll, inwiefern eine Verlegung der Veranstaltung auf das Freibadgelände oder eine andere geeignete Fläche möglich sei. Zu guter Letzt mündete dies in die Entscheidung, dass der Magistrat neben dem Freibad und anderer Flächen auch prüfen soll, inwiefern der bisherige Standort beibehalten werden kann.

Dies dürfte nicht nur vom Willen des Veranstalters abhängen, sondern auch von der Frage, welche Möglichkeiten dieser hat, den Lärmpegel nach außen weiter möglichst niedrig zu halten.

Zumindest FWG-Fraktionsvize Thomas Appel hatte in seiner Funktion als Büdinger Ortsbeiratsmitglied bereits anklingen lassen, dass auch der Veranstalter des Festivals das Freibad anderen Flächen vorzieht und andernfalls der Großgemeinde Büdingen wohl den Rücken kehrt.

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