SUCHE

Am Anfang stand der Orchestergraben

Operntalk „Alles auf Anfang“: Begleitprogramm zur 33. Opernakademie

28 Jul 2019 / 17:20 Uhr
Bad Orb (ez). Seit 1987 schreiben die Bad Orber Sommeropern Erfolgsgeschichte. Im Jahr 1987 stand als erste große Inszenierung „Figaros Hochzeit“ auf dem Spielplan, und keiner konnte damals ahnen, dass damit der Startschuss für ein deutschlandweit einzigartiges Projekt zur Förderung junger Künstler erfolgt war. Mozarts „Figaro“ ist auch in der 33. Opernakademie wieder mit von der Partie. Und so war es eine ausgezeichnete Idee der Opernmacher mit der Veranstaltung „Alles auf Anfang“ einmal Mitwirkende der ersten Stunde in den Gartensaal der Konzerthalle einzuladen und mit ihnen über die ersten Gehversuche der Sommeropern zu sprechen. Als wortgewandter Moderator verstand es Erik Biegel, der nun zum 6. Mal Regie führt, das Gespräch zu lenken und so allerhand Interessantes zutage zu fördern.

Michael Millard und seine Frau Zelma, die 1987 noch Zelma Kelly hieß, sind Bad Orb treu geblieben. Michael Millard ist seit Jahren als musikalischer Leiter. Werner Geilsdörfer, der 1987 die Titelrolle spielte und sang, hat auch noch in „Cosi fan tutte“ und im „Barbier von Sevilla“ in Bad Orb große Rollen übernommen. Anneliese Aufschläger, damals noch Anneliese Vogel, sang 1987 die Barbarina. Die Bad Orberin erfreut noch immer ihr Publikum mit Konzerten und Liederabenden. Der Tenor Hamish Morrison gab 1987 den Basilio und der Bass Martin Baumeister den Dr. Bartolo.

Zelma Kelly-Millard (Alt) hat sich auch tüchtig eingebracht, die „Crew“ von vor 32 Jahren erneut zusammenzubringen. Die Produktion 1987, erzählte sie, sei ein Kurs gewesen, den die Mitwirkenden bezahlt haben. „Ich war eine zahlende Sängerin.“ Nur Michael Millard habe als Korrepetitor ein Honorar erhalten. „Aber wir haben gerne bezahlt, weil wir die Gelegenheit hatten, eine komplette Oper einzustudieren.“ Dass diese Möglichkeit in den Hochschulen nur sehr selten der Fall war, bestätigten die Kollegen. Auch die Unterkunft musste selbst gesucht und bezahlt werden.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 29. Juli.

Weitere Meldungen aus der Region
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4