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Der Wald wird zur großen Bühne

„SpessartTheater hautnah“: Premiere des Stücks „Ein Räuberleben“

24 Jun 2019 / 18:05 Uhr
Bad Orb (ez). Bei bestem Freilichttheater-Wetter hat am vergangenen Wochenende die erste Saison des „SpessartTheater hautnah“ mit der Premiere von „Ein Räuberleben“ begonnen. Ein Räuberleben, also in diesem Fall ein Spessarträuber-Leben, das geht selbstverständlich im tiefen Tann über die Bühne. Strauchdiebe, Wildschützen, Wegelagerer und heimatlose Vaganten wollen ja schließlich nicht auffallen. So loderten die heimischen Herdfeuer mitten im Wald.

Dreimaliger Treffpunkt für die Bad Orber Version von „Ein Räuberleben“ war am Friesenheiligen. Von dort aus ging die Tour über Waldwege zur Heimstatt der Spessarträuber. Allerdings ließen sich die wilden Gesellen schon recht bald und nahe des Waldparkplatzes blicken. Dort dominierte zunächst einmal der barsche Ton des „Offiziellen Büttels des Kurfürstentums Hanau“ (Armin Metzler), der die Besucher nicht nur begrüßte, sondern auch gleich mal in den Senkel stellte. Wesentlich sanfter war dann die „Glubschaache Sina“ (Gisela Schmook), die ihren invaliden Mann mit sich führte und durchfüttern musste. Für ein paar Kreuzer als Lohn sagte sie den Gästen die Zukunft voraus und erkannte bei einer Besucherin gleich „einen guten Mitteilungsdrang“ und ein „reges Liebesleben“. Nach kurzer Begrüßung wurde das Publikum zu heimatlosen Bewohnern eines abgebrannten Dorfes erklärt und in dieser Rolle ins Spiel einbezogen. Damit machte natürlich der Gang durch den Wald gleich noch einmal so viel Spaß.

Mehr erfahren Sie in der GNZ vom 25. Juni.

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