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Die kniffeligen Baustellen des Dr. Thom

Hotelneubau und marode Solequellen beschäftigen den Kurchef

29 Mrz 2019 / 20:14 Uhr
Bad Orb (in). Längst steckt er mitten drin im Ortsgeschehen: Seit einem Jahr und vier Monaten wirkt Dr. Dirk Thom als Geschäftsführer der Bad Orb Kur GmbH und der Marketing GmbH. Thom sieht sich einigen – teilweise ziemlich großen – Baustellen gegenüber, verweist auf erste Veränderungen, die er bewirkt hat, und summt dabei das ewige Klagelied der Kurgesellschaft: Es handelt von knappen Mitteln und großen Aufgaben – und mündet in den Refrain: Wenn die Stadt Kurstadt bleiben will, geht das nicht zum Nulltarif.

Auch dieses Mal war sie Thema bei den Haushaltsberatungen der Stadt Bad Orb – die so genannte Verlustabdeckung. Das ist der Betrag, den die Stadt an die Bad Orb Kur GmbH zahlt. Thom hasst das Wort Verlustabdeckung. Denn seiner Lesart zufolge fährt die Kurgesellschaft keine Verluste in dieser Höhe ein. 2018 lag der Betrag, den die Stadt überwiesen hat, bei 1,7 Millionen Euro. Würde die Kurgesellschaft den Bäderpfennig des Landes und die Kurtaxe in voller Höhe erhalten, würde sich der Zuschuss der Stadt auf 600 000 Euro reduzieren. Dazu kommt noch: Die Kredite für den Thermenneubau hat die Kurgesellschaft zu bedienen. Letztlich geht es dabei natürlich um ein Rechenmodell a la „linke Tasche, rechte Tasche“ – doch ist es Thom wichtig, aufzuzeigen, dass die Gesellschaften, deren Geschäftsführer er ist, sich nicht als Almosen-Empfänger verstehen.

Mehr erfahren Sie in der GNZ vom 30. März.

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