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Dinopark versus Naturidylle

Bad Orber Wildpark: Ausschüsse befassten sich mit Konzepten, die unterschiedlicher nicht sein konnten Bad Orber Wildpark: Ausschüsse befassten sich mit Konzepten, die unterschiedlicher nicht sein konnten

08 dic 2021 / 18:30 Uhr
Bad Orb (in). Fünf Jahre lang lag der Bad Orber Wildpark quasi brach, nachdem der Magistrat das Gelände an einen Pächter aus Bad Orb vergeben hatte, der den Park wieder zu dem machen wollte, was er früher einmal war. Nach jahrelangem Scheitern lautet jetzt die Frage: Wie geht es weiter mit dem Bad Orber Wildpark? Mit dieser Thematik befassten sich die Mitglieder des Verkehrs- und des Umweltausschusses am Dienstagabend im Gartensaal und sahen sich zwei Konzepten gegenüber, die unterschiedlicher nicht sein können. Investor Norman Graudenz präsentierte die Pläne für einen „Dinopark Hessen“, bestückt mit lebensgroßen Glasfieber-Figuren der ausgestorbenen Erdbewohner. Heinz Josef Prehler (CDU) und Volker Döpfer (FWG) – beide sind Ausschussmitglieder und Repräsentanten der neuen Mehrheit im Stadtparlament – stellten in einem gemeinsamen Vortrag ein Konzept vor, das Prehler als „Naturerfahrung mit allen Sinnen“ bezeichnete. Eine Entscheidung trafen die beiden Ausschüsse am Dienstag noch nicht, aber es dürfte klar sein, wohin die Reise geht.

Als Investor und Betreiber eines Dino-Parks auf dem Wildpark-Gelände stellte sich Norman Graudenz den Ausschüssen vor – der, wie er mehrfach betonte, in der Region kein Unbekannter ist. Seit zehn Jahren betreibe er den erfolgreichen „Europa Kletterwald“ bei Steinau. Der Kletterwald sei ein „Top-Ausflugsziel“, verwies Graudenz auf seine Expertise im Tourismus-Bereich, und ein solches Top-Ausflugsziel solle auch der Wildpark in Bad Orb werden. Dabei sei sein Konzept so ausgelegt, dass es tragfähig und wirtschaftlich sei. Graudenz versuchte zunächst einmal, den Ausschussmitgliedern klar zu machen, dass ein Wildpark alles andere ist als ein Touristenmagnet ist – schon allein wegen der vielen vergleichbaren Angebote, die es in nächster Nähe gibt. Ohne Zuschüsse der Stadt sei daher der Betrieb eines Wildparks kaum vorstellbar. Ein Dinopark hingegen sei ein für die Region einmaliges Konzept – im Main-Kinzig-Kreis und auch in Hessen. Das führe dazu, dass „viele Touristen nach Bad Orb kommen, um sich die damaligen Lebewesen in Originalgröße anzuschauen“.

Mehr: GNZ vom 9. Dezember.

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