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Ein Zaun für die Stadtmauer?

Fachleute und Kommunalpolitiker befassen sich mit einer komplizierten Materie

27 Aug 2020 / 16:48 Uhr
Bad Orb (ez). Die unter Denkmalschutz stehenden Bad Orber Stadtmauer bildet im Bereich Burgring / Kerbeswinkel eine mögliche Gefahrenquelle. Hier ist die Mauer am Eingang Kerbeswinkel zunächst knapp einen halben Meter niedrig und erhebt sich peu á peu in eine stattliche Höhe bis zu rund vier Metern in Richtung Heppengasse, während sie am Burgring kaum auf 80 Zentimeter ansteigt.

Es geht um rund 60 Meter steinernes Bollwerk. Seit Generationen klettern Schulkindern hier herum. Ein Unglücksfall wurde in den letzten Jahrhunderten nicht überliefert. Eine potenzielle Risikoquelle sieht der Haftpflichtversicherer der Stadt Bad Orb. Die Versicherung empfiehlt Sicherungsmaßnahmen, die die Kinder nicht zum Überklettern herausfordern, und auch die Unfallkasse Hessen rät dringend, eine Absturzsicherung anzubringen.

Das Thema „Zaunelemente als Fallschutz im Kerbeswinkel“ war ein Punkt der Haupt- und Finanzausschusssitzung im Juni. Damals fand das in den Unterlagen der Ausschussmitglieder abgebildete und vorgeschlagene Zaunmodell „Potsdam“ wenig Zustimmung. Nicht nur Annemarie Meinhardt (SPD) bemängelte die Spitzen. „Wenn schon ein Zaun, dann einer von dem keine Gefahr ausgeht.“ Die Sicherheit der Kinder habe Vorrang. Weiterhin bekräftigte sie: „Ich hebe im Haupt- und Finanzausschuss nicht die Hand für etwas, bevor ich nicht genau weiß, worum es geht.“ Die Bauamtsleiterin Sabine Mühl schlug einen weiteren Ortstermin mit Vertretern der Politik und dem Denkmalschutz vor.

Mehr in der GNZ vom 28. August.

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