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Fahrfehler mit tödlichen Folgen

47-Jährige Bad Orberin touchiert Radfahrerin, die zwei Tage später an ihren Verletzungen stirbt

01 Feb 2021 / 22:40 Uhr
Bad Orb (mln). Wegen fahrlässiger Tötung hat sich kürzlich eine 47-jährige Frau aus Bad Orb vor dem Amtsgericht Gelnhausen verantworten müssen. Sie hatte im April 2019 einen folgenschweren Fehler begangen, der zum Tod einer 80-jährigen Radfahrerin geführt hatte.

Laut Anklageschrift war die damals 46-Jährige am 18. April 2019 gegen 14.10 Uhr auf der Austraße aus Richtung Martinusstraße kommend in Richtung Burgstraße unterwegs. In Höhe der Einmündung zum dortigen Busbahnhof hatte sie mit ihrem Skoda Octavia eine 80-jährige Radfahrerin überholen wollen, die eine erkennbar unsichere Fahrweise aufgewiesen hatte. Während des Überholmanövers war es zu einer Kollision zwischen Radfahrerin und Auto der Angeklagten gekommen, woraufhin die 80-Jährige von ihrem Rad gestürzt war. Die Geschädigte war zwei Tage später an den Folgen ihrer Verletzungen gestorben.

Knapp zwei Jahre nach dem Vorfall erschien die Angeklagte nun sichtlich bestürzt und aufgeregt vor Gericht. Während der Verhandlung konnte sie ihre Tränen nicht zurückhalten, griff immer wieder zu einem Taschentuch. Sie habe während des Überholens noch in den Spiegel geschaut, um sich zu versichern, dass sie genügend Abstand zu der Radfahrerin hält, und habe plötzlich gesehen, dass die Frau in ihre Richtung fährt. Sie vermutete, dass die 80-Jährige möglicherweise habe links abbiegen wollen. An die Kollision selbst konnte sich die Angeklagte nicht erinnern, nur daran, dass sie ihr Auto rund zehn Meter hinter dem Unfallort zum Stehen gebracht hatte. Eine wackelige Fahrweise der 80-Jährigen habe sie nicht wahrgenommen. „Meine Mandantin leidet unheimlich unter dem, was geschehen ist“, berichtete der Verteidiger.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ am Dienstag, 2. Februar

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