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„Figaros Hochzeit“ – ein vokaler Genuss

Premiere der Sommeroper: Frisch, zeitgemäß und von quirliger Lebendigkeit

09 Aug 2019 / 16:29 Uhr

Bad Orb (rpz). „Mozart ist so rein und schön, dass ich sie [seine Musik] als die innere Schönheit des Universums selbst ansehe.“ Das viel bemühte Albert-Einstein-Wort hat sich die 33. Opernakademie Bad Orb gewissermaßen als Motto auf die rückwärtige Umschlagseite der schicken Programmbroschüre geschrieben – und es augen- wie ohrenscheinlich erfolgreich als Leitstern für ihre Inszenierung von Wolfgang Amadeus Mozarts „Hochzeit des Figaro“ genommen. Duftig schwebende Vokalensembles von den Duetten bis zum selbst von Pragmatikern als „himmlisch“ akzeptierten Schlussnummern des vierten Akts servieren im Theatersaal der Bad Orber Konzerthalle einen vokalen Genuss, der auch einen weiten Weg an den Spessartrand lohnend macht.

Michael Millard, langjähriger Dirigent und Musikalischer Leiter der Akademie, hat die Schönheit des Ensembles als besonderes Merkmal seiner Arbeit schon seit langem auf die Produktionen ausstrahlen lassen – in diesem Jahr ist ihm sein bisheriges Meisterstück gelungen. Wo natürlich auch die Vorlage, die Partitur des „Figaro“, hierfür gleichzeitig die feinsten bis opulentesten Voraussetzungen bietet. Mit der musikalischen Konsequenz korrespondiert die Szene in der Konzerthalle; denn Regisseur Erik Biegel gelingt es wiederum, den wohl zeitlosen, aber nur bedingt aktuellen Humor der Handlung in einer geglückten Balance zu handhaben.

Mehr in der GNZ vom 10. August.

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