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„Gewässer brauchen Raum“

Informationsveranstaltung über die Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinien in Bad Orb

13 Okt 2021 / 22:10 Uhr
Bad Orb (ez). „Wir wollen der Orb mehr Platz geben, damit sie ihre natürlichen Kurven wiederfinden kann.“ Gottfried Lehr vom Büro für Gewässerökologie (Bad Vilbel) fasste zusammen, was es mit den möglichen Maßnahmen zur Renaturierung des Gewässers auf sich hat, und machte deutlich, dass Gewässer Raum brauchen. Vor dem Hintergrund der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie und dem daraus entwickelten hessischen Programm steht die Stadt Bad Orb vor der Herausforderung, Gestaltungsvorgaben an ihren Fließgewässern umzusetzen. Doch dafür fehlen noch Flächen. Vorrangig ging es um den Bachlauf von der Kläranlage bis zur Autobahn. Damit sich betroffene Grundstückseigentümer ein umfassendes Bild machen konnten, waren sie zu einer Informationsveranstaltung in den Gartensaal der Konzerthalle eingeladen.

Bereits jetzt zeichne sich ab, dass insbesondere im Bereich Untere Au (Nähe Hofbrücke) bis zur Orbmündung in die Kinzig besonders effiziente Maßnahmen realisiert werden sollten, hieß es in der Einladung. Für diesen Bereich wurde ein vereinfachtes Flurbereinigungsverfahren angeregt. Ziel der Durchführung eines vereinfachten Flurbereinigungsverfahrens am Bachlauf der Orb wäre die Bereitstellung von Uferrandstreifen, die wiederum mit anderen Flächen ausgeglichen werden könnten, sollte ein Verkauf der Grundstücke nicht im Raum stehen. Wenn das umgesetzt werden könnte, würde sich lediglich die Form des jeweiligen Grundstückes verändern, nicht aber die Größe. „Es verlöre niemand auch nur einen Quadratmeter“, erklärte Hilke Bertschy-Abele vom Amt für Bodenmanagement (Büdingen).

Mehr in der GNZ vom Donnerstag, 14. Oktober.

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