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Großes Engagement für Politik und Soziales

Straße im Bad Orber Neubaugebiet Lauzenberg/Michaelstraße wird nach Johanna Prasch benannt

04 Dez 2020 / 23:09 Uhr
Bad Orb (ez). Eine Bad Orberin und drei Bad Orber, die besondere Verdienste um ihre Stadt erworben haben, sollen posthum damit geehrt werden, dass Straßen im Neubaugebiet Lauzenberg/Michaelstraße ihren Namen erhalten. In einer Miniserie stellt die GNZ in den kommenden Wochen die einzelnen Personen und ihr Wirken vor. In der heutigen Ausgabe beleuchtet GNZ-Mitarbeiterin Elsbeth Ziegler das Leben von Johanna Prasch, ehemalige Bad Orber Stadtverordnete.

Johanna Prasch (1895 bis 1974) ist nicht nur die einzige weibliche Stadtverordnete auf unserem Archivbild, sondern nun auch die einzige Frau, nach der künftig eine Straße in Bad Orb benannt sein wird. Ihre Biografie zeigt ein lebenslanges Wirken für die Menschen und ihre Heimatstadt. Schlichte Menschlichkeit und Uneigennützigkeit habe sie ausgezeichnet und das immerwährende Bestreben sozialschwachen Menschen zu helfen, bescheinigen ihr Zeitzeugen.

Prasch wuchs als Kind einer alteingesessenen Orber Arbeiterfamilie auf. Früh führte sie der politische Weg in die sozialdemokratische Partei. Seit 1924 war sie SPD-Mitglied und seit 1928 Mitglied der Arbeiterwohlfahrt. 1933 wurde sie wegen ihrer demokratischen Gesinnung verhaftet. Trotz der Unterdrückung bis zum Kriegsende 1945 blieb sie ihren sozialpolitischen Grundsätzen treu. Nach dem Zusammenbruch 1946, noch vor der ersten demokratischen Wahl, wurde sie von der amerikanischen Militärregierung als Stadtverordnete eingesetzt.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ am Samstag, 5. Dezember

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