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Naturerlebnis auf zwei Rädern

Klaus Bergfeld: Corona-Krise hat sich ungemein beflügelnd auf die Mountainbike-Branche ausgewirkt

28 Mai 2021 / 20:16 Uhr
Spessart (in). In der Corona-Krise haben Aktivitäten an der frischen Luft Hochkonjunktur. Das gilt auch für das Mountainbiken. Klaus Bergfeld, der sich beim Naturpark Hessischer Spessart um das Thema Mountainbiken kümmert und dessen Name in Bad Orb eng mit dieser Sportart verknüpft ist, befasst sich intensiv mit der Entwicklung des Mountainbikens und schildert die positiven Auswirkungen des Angebots für Radfahrer im Spessart. Bergfeld räumt dabei auch mit den Vorurteilen auf, denen sich Mountainbiker immer wieder ausgesetzt sehen.

„Corona wirkt als Katalysator in der Mountainbike-Branche“, macht Bergfeld deutlich. Was sich im Jahr 2020 bereits abgezeichnet habe, setze sich im Jahr 2021 fort. Die Begeisterung für den Sport habe dazu geführt, dass der Mountainbike-Markt nahezu leergefegt sei. „Sein Wunschbike zu bekommen ist kaum möglich“, schildert Bergfeld und unterfüttert die Entwicklung mit Zahlen: Nach neuesten Erhebungen fahren 15 Millionen Deutsche in ihrer Freizeit Fahrrad, 9,4 Millionen Deutsche bekunden großes, beziehungsweise sehr großes Interesse am Mountainbiken im Urlaub.

Wer die Entwicklung des Mountainbike-Sports aus der touristischen Perspektive betrachte, der müsse den sportlichen Aspekt in den Hintergrund stellen. Denn im Vordergrund stehen zunehmend das Naturerlebnis, der Freizeitgenuss, die Bewegung als körperlicher und geistiger Ausgleich sowie der Gesundheitsgedanke.

„Wenn wir Biken auch weiterhin über Sportlichkeit und Berge definieren, dann schließen wir mehr als 80 Prozent potenzieller Biker in unseren Gedanken, unserer Werbung, unseren touristischen Produkten und unserer Wertschöpfung aus“, äußert sich Nico Graaff vom Mountainbike-Tourismus-Forum. Und weiter: „Biken findet nicht nur in den Bergen statt, Höhenmeter zu sammeln, ist für viele Ausübende nur Nebensache. Die Zukunft liegt in für jeden zugänglichen Angeboten, die Bikespaß für jedermann ermöglichen.“

Mehr: GNZ vom 29. Mai.

Laut Mountainbike Tourismus Forum kann der Mountainbiker vier Segmenten zugeordnet werden.

Tour: Das Segment steht für Erholung, Natur- und Gemeinschaftserlebnis, Genuss und Wellness.

MaXC: MaXC ist ein Kunstbegriff und setzt sich aus Marathon und CrossCountry zusammen. Es spiegelt die rennaffinen Mountainbiker wider, Ausdauer und Technik stehen im Vordergrund.

AMEN: Setzt sich aus Allmountain und Enduro zusammen. Das Segment steht für Abenteuer, Spaß, Naturerlebnis und Technik.

FRoDHO: Steht für Abfahrtserlebnis und Actionsport und setzt sich aus Freeride und Downhill zusammen.

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