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Nutzungskonzept für den Festplatz

Stadtverordnetenversammlung berät verschiedene Anfragen und Anträge

17 nov 2021 / 16:59 Uhr
Bad Orb (ez). Fragen rund um die Bad Orber Kindergärten, deren Gebäude und KiTa-Plätze sind ein Dauerbrenner im Rahmen der Stadtverordnetenversammlungen und kamen erneut aufs Tapet.

Ein Antrag der Grünen betraf die Erstellung und Umsetzung eines Nutzungskonzeptes für den alten Festplatz an der Wemmstraße. Klaus Bergfeld (Grüne) bat darum, dass der Magistrat beauftragt werde, ein solches Konzept aufzustellen, darin solle enthalten sein: ein Areal für Caravan-Stellplätze (inklusive Infrastruktur), Pkw-Stellplätze (mit Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge), die Instandsetzung des WC-Gebäudes, eine Erweiterung des Kinderspielplatzes, die Renaturierung des Bachverlaufs, de Beschattung mit Bäumen und das Entfernen der Flächenversiegelung. Fördermöglichkeiten sollen geprüft werden.

Heinz Josef Prehler sicherte die Zustimmung durch die CDU zu und sprach über ein Gesamtnutzungskonzept des Sängerheimes, das zum Beginn des Festplatzes steht. Das Areal sei in Teilen als mögliches Überschwemmungsgebiet ausgewiesen, erläuterte er. Diesen Aspekt müsse man bei der Planung berücksichtigen. Die Stadtverordnetenversammlung habe die Aufstellung eines Bebauungsplanes für die Wemmstraße beschlossen, machte er auf einen weiteren Aspekt aufmerksam. Der Beschlussvorschlag der Grünen wurde einstimmig angenommen.

Philip Schinkel (Grüne) fragte nach dem aktuellen Stand zum Abriss des Friedrichstal-Kindergartens und stellte weitere Fragen zur Betreuung der Kleinsten. Bürgermeister Roland Weiß erklärte, dass der Abrissantrag für die KiTa Friedrichstal gestellt wurde. Das Kreisbauamt habe die Genehmigung erteilt. Wann die Arbeiten beginnen, konnte er noch nicht sagen. „Wir sind im Interessenbekundungsverfahren.“

Für die Ganztagsbetreuung der Martinus-Schule werden dringend Räume benötigt. Dafür würde der Kreis gerne das Gebäude des Martins-Kindergartens erwerben. Die vorgeschlagene Summe von 630 000 Euro sei indiskutabel, sagte Roland Weiß. Dafür könne man nicht verkaufen. Die Verwaltung habe den zuständigen Kreisbeigeordneten angeschrieben und warte nun auf Antwort.

Für den Waldkindergarten würden Bau- und WC-Wagen erst bestellt, wenn die Baugenehmigung vorliege. Untere Naturschutz- und Untere Wasserbehörde hätten bereits zugestimmt. Mit der Umsetzung könne es Juni/Juli 2022 werden, schätzte Weiß.

Weil die Kindergartenplätze in Bad Orb rar sind, und eine Familie dringend einen Platz brauchte, wurde Kontakt mit Biebergemünd gesucht und das Kind dort aufgenommen. Wo die Container für die Friedrichstal-Kinder aufgestellt werden sollten, wenn die Gebäude abgerissen und neugebaut werden, wollte Schinkel ebenfalls wissen, weiterhin, ob es bereits Klagen wegen fehlender KiTa-Plätze gebe. Klagen gebe es nicht, erklärte Weiß, und die Container sollten auf dem ehemaligen Festplatz in der Wemmstraße aufgestellt werden.

Margitta Schulze (FBO) wollte den aktuellen Stand zu dem Problem zwischen der Stadt Bad Orb und dem Caritas-Verband in Sachen Querungshilfe Frankfurter Straße wissen und interessierte sich für die Planungen zum alten Rathaus. „Wir bleiben dran“, erklärte Rathauschef Weiß. Es sei noch kein neuer Termin mit der Caritas zustande gekommen. Die Verwaltung würde sich weiterhin um einen Termin bemühen.

Zur Beurteilung der Entwicklungsmöglichkeiten des alten Rathauses wurde Professor Dr. Wolfgang Hagedorn vom Studienzentrum für Europäische Wohnungs-, Immobilien- und Stadtwirtschaft Detmold mit einer wirtschaftlichen Betrachtung verschiedener möglicher Entwicklungsszenarien beauftragt. Die Vorschläge wurden nachbearbeitet, Weiß rechnet damit, dass das erarbeitete Konzept in der nächsten Sitzung vorgestellt werden könne.

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