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Stadt erwirbt ehemaliges Kaufhaus

Bad Orb will trotz finanziell schwerer Zeiten Einfluss auf die Stadtentwicklung nehmen

20 Aug 2020 / 22:11 Uhr
Bad Orb (in). Mit deutlicher Mehrheit haben sich die Bad Orber Stadtverordneten am Mittwochabend dafür ausgesprochen, das ehemalige Kaufhaus Langer zu erwerben. Lediglich die FWG und ein SPD-Stadtverordneter stimmten dagegen. Sprecher von CDU und FBO würdigten das Gebäude in exponierter Lage als städtebaulich wertvoll. Die Stadt macht deshalb von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch und tritt somit in einen bestehenden Kaufvertrag ein. Der Kaufpreis liegt bei 475 000 Euro – dazu kommen die üblichen Nebenkosten. Mit der Entscheidung, das Gebäude zu kaufen, begibt sich Bad Orb in finanziell problematisches Fahrwasser, denn schon die erheblichen Folgen der Corona-Krise belasten den städtischen Haushalt schwer.

Insgesamt 550 000 Euro will Bürgermeister Roland Weiß in den Haushaltsplan einstellen, um den Kauf zu finanzieren. Verwendet werden soll das Geld, das die Stadt durch den Verkauf des Grundstücks in der Hufnagelanlage eingenommen hat, wo ein Hotel entstehen soll. Die Stadtverordneten sprachen sich dagegen aus, Mittel anzutasten, die für die Sanierung des Salinenplatzes vorgesehen sind, zumal die Stadt dadurch Zuschüsse riskieren würde und sich das vor Jahren angekündigte Sanierungsprojekt noch weiter verschieben würde.

Bürgermeister Roland Weiß berichtete den Stadtverordneten, dass die Entscheidung, das Vorkaufsrecht auszuüben, den Stadträten nicht leicht gefallen sei. Die Stadtverwaltung habe umgehend einen Finanzierungsvorschlag erarbeitet, der die beiden Varianten „Salinenplatz“ und „Hufnagelanlage“ beinhaltet. Zudem führte Weiß aus, wie dramatisch sich die Haushaltslage in Bad Orb angesichts der CoronaKrise entwickele.

Mehr in der GNZ vom 21. August.

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