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„Wir wollen das Andenken bewahren“

Gedenkstunde zur Erinnerung an die Pogromnacht vor 82 Jahren in Bad Orb

09 Nov 2020 / 20:59 Uhr
Bad Orb (ez). Zur Erinnerung an die Pogromnacht im November 1938, bei der die Verfolgung deutscher Bürger jüdischen Glaubens durch die Nationalsozialisten einen ersten tragischen Höhepunkt erreichte, hatte der Bad Orber Stadtverordnetenvorsteher Heinz Grüll heute zu einer Gedenkstunde auf den Solplatz eingeladen. Gegenüber der ehemaligen Synagoge ist auf einem großen Salinenstein eine Tafel angebracht, die an die ehemalige Bad Orber jüdische Gemeinde erinnert. Dort wurde nun zum 20. Mal jener Bad Orber gedacht, die vor 82 Jahren in der Badestadt zu Hause waren.

Auf Anregung von Pfarrer Jochen Löber hatte Heinz Grüll 2001 zum ersten Mal zu einer Gedenkstunde eingeladen. Der Geistliche, der gemeinsam mit Stadtarchivarin Helga Koch auch Autor des Werks „Jüdisches Leben in Bad Orb“ ist, war auch die treibende Kraft für die Tafel, die 2002 enthüllt worden war. Damals hatte die GNZ „Eine Stadt bricht ihr langes Schweigen“ getitelt. Als Ehrengast nahm Professor Alfred Jacoby, Vorsteher der jüdischen Gemeinde Offenbach und Vorstandsmitglied des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden, ebenfalls an der gestrigen Gedenkstunde in der Kurstadt teil.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ am Dienstag, 10. November

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