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Autonomer Minibus funktioniert

Shuttle ohne Lenkrad und regulären Fahrer als Pilotprojekt

14 Jun 2021 / 16:44 Uhr
Bad Soden-Salmünster (dpa/lhe). Der Fahrer ist nur noch zur Sicherheit dabei: Ein autonomer Minibus ist seit einigen Wochen in Bad Soden-Salmünster unterwegs. Es handelt sich um ein Pilotprojekt unter anderem des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV). Seinen Probebetrieb ohne Fahrgäste habe der Minibus schon bestanden, berichtete der RMV gestern bei einer Pressekonferenz vor Ort. Ab morgen sollen nun auch Fahrgäste in dem Shuttle mitfahren dürfen.

Die Teststrecke ist 1,3 Kilometer lang und liegt in einem Bereich, in dem es bisher keine Möglichkeit gab, den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen – weil kein Angebot vorhanden war. Sie verbindet unter anderem eine Klinik, einen Parkplatz und die Spessart-Therme. Der Minibus trägt den Namen „Easy“, was für „Electric Autonomous Shuttle for You“ steht, und ist mit maximal elf Stundenkilometern unterwegs. Bis November läuft der Test zunächst, betankt wird das Elektro-Fahrzeug mit Ökostrom.

Das Shuttle hat Platz für acht Fahrgäste, die sich setzen und anschnallen müssen – denn es ist so programmiert, dass es sofort bremst, wenn es ein Hindernis wahrnimmt. Beim Probebetrieb ohne Fahrgäste habe sich gezeigt, dass falsch parkende Autos und andere Verkehrsteilnehmer, die sich nicht an Verkehrsregeln wie rechts vor links hielten, zu solchen Bremsungen führen, erklärte der RMV. Der „Operator“ genannte Fahrer muss dann mit einer Art Joystick um das Hindernis herum lenken, bevor die Fahrt weitergehen kann.

Der RMV hatte autonome Shuttles mit Operator testweise auch schon andernorts im Einsatz, allerdings nicht im öffentlichen Straßenverkehr. Damit soll deren mögliche Verwendung im öffentlichen Nahverkehr getestet werden – so etwa am zwischenzeitlich für den Autoverkehr gesperrten Mainufer in Frankfurt und auf dem Gelände der Wiesbadener Helios-Kliniken sowie aktuell am Kloster Eberbach im Rheingau.

Mehr dazu lesen Sie am Dienstag, 15. Juni, in der GNZ.

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