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Der Hausherr ließ sich nicht blicken

Biberexkursion des Vogel- und Naturschutzvereins Bad Soden-Salmünster

16 Sep 2020 / 18:43 Uhr
Bad Soden-Salmünster-Mernes (lis). Beachtlich war das Interesse an der Biberexkursion des Vogel- und Naturschutzvereins Bad Soden-Salmünster. Die Teilnehmer sahen eine Biberburg, angeknabberte Bäume und eine Biberrutsche aber der „Hausherr“ ließ sich nicht blicken.

Das ist auch kein Wunder, denn Biber schlafen tagsüber und wenn über 30 kleine und große Menschen in die Nähe kommen, zieht sich der Biber lieber mit seiner Familie in den Bau zurück, wie Ewald Krack schon vorab vermutete. Treffpunkt war zunächst der Parkplatz an den Hirschbornteichen, doch dort gibt es keine Biber mehr. Nachdem die Teiche trocken gelegt wurden, um den „Mönch“ (Wasserablaufbauwerk) zu erneuern, hatte der Biber keinen Lebensraum mehr und er suchte sich eine neue Wohnstelle, erläuterte Krack, der die Exkursion leitet. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Klaus Eichenauer und den Corona-Regularien fuhr man nach Mernes und später noch ein Stück in Richtung Marjoß.

Aufmerksam hörten die Teilnehmer den Ausführungen über das Nagetier Biber vor, dass vor einigen Jahrhunderten als „Fisch“ sogar in der Fastenzeit gegessen werden durfte. Irgendwann ging die Population so stark zurück, dass der Biber fast als ausgestorben galt. Mittlerweile ist er wieder heimisch geworden, wovon unter anderem „gefällte“ Bäume an vielen Gewässern zeugen.

Biber sind treue Genossen und wenn sich ein männliches und ein weibliches Tier mögen, bleiben sie ein ganzes Leben lang zusammen, erzählte Krack.

Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 17. September.

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